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-
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-
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Vermehrt beklagen sich Familien über die KiTa-Situation in Bamberg. Oberbürgermeister Starke erhielt jetzt einen eher unerfreulichen Brief von den offiziellen Familenvertretern.

Das Problem wird sich stetig verschärfen

Die Stadt wird in den kommenden Jahren Millionen in den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten investieren. Bis daraus jedoch tatsächlich neuer KiGa- und KiTa-Plätze entstanden sind, bleibt die Situation angespannt. Sie ist so angespannt, dass jetzt die Vertreter des Familienbeirats, Uta von Hasselbach und Barbara Lax, sowie die Familienbeauftragte Caroline Lang an Oberbürgermeister Andreas Starke geschrieben haben. Ein Brief eher unerfreulichen Inhalts.
Die Familienvertreter berichten von mittlerweile etlichen Eltern, die sich beklagen, weil sie keinen Betreuungsplatz für ihre 0-6 jährigen Kinder finden. Sie seien enttäuscht vom Verlauf der KiTa-Offensive. Die Familenvertreter ergänzen, dass »sich durch die zunehmenden Geburtenzahlen und den Zuzügen von Familien das Problem des Kindertagesbetreuungs-Angebotes in der Stadt Bamberg stetig verschärfen wird. »Hier sehen wir dringend weiteren Handlungsbedarf.«

Die Stadt soll auch in Provisorien investieren

Der Familienbeirat und die Familienbeauftragte beantragen deshalb bei OB Starke und den Vertretern der Stadtratsfraktionen, dass die Stadt Bamberg einige Maßnahmen ergreift: Zunächst sollen planerische und organisatorische Schritte in die Wege geleitet werden, »mit welchen die Kita-Offensive deutlich zügiger realisiert wird«. Die Stadt soll prüfen, inwiefern eine Übernahme von Bauträgerschaften durch die Stadt Bamberg eine Beschleunigung des Ausbaues ermöglichen würde. Sie soll auch prüfen, inwieweit eine Vorfinanzierung durch die Stadt Bamberg Bauvorhaben schneller voranbringt. Um ihren Pflichtauftrag Kinderbetreuungsplätze bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen, auch bereits 2019/2020 nachzukommen, wird beantragt, zusätzlich zur KiTa-Offensive auch in Provisorien (bspw. In Container) Gelder zu investieren. Von besonderer Entschiedenheit zeugt die Forderung der Familienvertreter, dass »die Entscheidung der Stadt Bamberg nicht in Provisorien zu investieren, revidiert werden soll«. Sie greifen damit einen Vorschlag auf, der schon vor Jahresfrist von der BA-Stadtratsfraktion eingebracht worden war und auf den Widerstand im Finanzreferat der Stadt gestoßen ist.
4.2.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten.  Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
+5 # Baba Yaga 2019-02-05 21:40
Es gehört zur lokalen Allgemeinbildung, dass die Verhältnisse hier nun einmal so sind, dass diese Klausievents wichtiger sind als Kinderbetreuungsangebote. Das sollten eigentlich auch unsere offiziellen Familienvertreter schon verinnerlicht haben.
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+5 # GodFather 2019-02-06 09:51
Ich weiß gar nicht wie wir früher unsere Kinder betreut haben, Arbeiten gingen, die Baufinanzierung mit hohen Zinsen geschultert haben und trotzdem mal in den Urlaub fuhren. Da gab es keine KiTa, da gab es Kindergärten ab 3 und die Kinder mussten "sauber" sein. Wir haben uns untereinander organisiert, Nachbarskinder mit betreut wenn es notwendig war. So entstand auch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl und nicht eine Anspruchsmentalität. Die Forderungen auf "Recht auf Betreuung" hat für mich immer einen Sozialismus-Einschlag.
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+3 # Bamberger 2019-02-06 10:21
@GodFather: Ja, früher war alles besser. Da haben die Häuser auch keine 500.000 EUR (= 1Mio. DM!) gekostet. Das sollte man bei der Rechnung vielleicht mal bedenken. Die Forderung auf ein "Recht auf Betreuung" ist eine völlig legitime Forderung. Schließlich gibt es einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz.

Kitas sind mal wieder ein schönes Beispiel, dass die eigene Wahrnehmung, oder nennen wir es lieber: die eigene Außendarstellung, diametral der Wahrheit entgegensteht.
Die GAL hat das schon Ende 2018 aufgearbeitet:
http://www.gal-bamberg.de/index.php?id=1560&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1861&cHash=b3687035b2caa47d5bf5e0154e189b8c

50 neue Kindergartenplätze innerhalb von 2 Jahren, wurde uns damals vom Stadtrat als Erfolg verkauft. Das sind bei aktuellen Betreuungsschlüsseln nichtmal 2 ganze Gruppen. Also nichtmal eine Gruppe pro Jahr wurde da "offensiv" geschaffen. Die Kita-"Offensive" ist in etwa so erfolgreich, wie die des Clubs in der ersten Bundesliga.
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+5 # GodFather 2019-02-06 16:51
Keine Frage, wer Betreuung braucht soll sie haben können. Dass da die Sprüche wieder einmal größer waren als die kurzfristige Umsetzung, das scheint bei der Stadtverwaltung ja normal zu sein. Man hat ja den Eindruck man nimmt die KiGa-Bau-Bezuschussung bis zu 90% zum Pimpern der lokalen Baubranche und hat aber selber gar keine Kapazitäten für die vorlaufenden Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse. Und dass später überhaupt genug qualifiziertes Personal da sein wird, da habe ich noch so meine Zweifel. V.a. angesichts der geringen Bezahlung. Da muss der Kindergarten wahrscheinlich etwas teurer werden...
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+8 # Bamberger 2019-02-06 10:28
Ich möchte noch etwas anfügen, so dass Aussenstehende mal ein Gefühl dafür bekommen was so die Lage an der Kindergartenfront ist:

Ein Kindergarten in Bamberg hat 24 freie Plätze für das im September startende neue Kindergartenjahr 2019/2020 zur Verfügung. Anmeldungen aus dem Viertel (andere wurden gar nicht berücksichtigt): 46!

Und es ist ja nicht so, dass Kinder 10 Tage nach der Geburt in den Kindergarten kommen. In der Regel hat die Stadt 3 Jahre Zeit nach Bekanntwerden der Geburt (über das Standesamt) den Bedarf zu decken. Aber offenbar glaubt man immer wieder, Jahr für Jahr aufs neue, das Problem löst sich schon irgendwie von alleine.

Nein, liebe Stadträte! Ist das Kind mal draußen, geht es nicht mehr wieder zurück! So schlecht das Betreuungsangebot auch ist.
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+7 # supi 2019-02-06 12:29
na ja die stadt kann für die räumlichkeiten sorge tragen, aber woher das qualifizierte betreuungspersonal nehmen, hier hapert es doch erheblich
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0 # Hollermöffel 2019-02-07 21:43
wäre doch interessant zu wissen, wie viel Ersatzleistungen die Stadt aktuell bezahlen muss. Ich denke das kann man einklagen... Hilft nicht, befriedigt aber:).. Ich kenne Familien, die einen Platz im Umland gefunden haben und die Kinder weit weg vom Wohnumfeld fahren müssen. Das wurde politisch billigend in Kauf genommen, dieses Problem wird auch seid langem diskutiert (Archive:). Die politischen Prioritäten sieht man im Haushaltsplan der Stadt...
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