Es sind vornehmlich junge Eltern! Sie machen Druck, wenn es um die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen geht. Und sie bekommen Unterstützung.

Objektivierte Erhebungen zum Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen herstellen

Bisher hat sich schon die Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz (BA) sehr dafür eingesetzt. Jetzt schließt die Fraktion nicht mehr aus, dass nur eine Umwidmung von Haushaltsstellen beziehungsweise ein Nachtragshaushalt in Erwägung gezogen werden muss. BA-Fraktionsvorsitzender Dieter Weinsheimer: »Der aktuelle Mangel an Kinderbetreuungsplätzen (KiTas) bedarf besonderer Maßnahmen. Wir empfinden den möglichst raschen Bau und Ausbau weiterer Kindertagesstätten als eine Pflichtaufgabe.«
Als ersten Schritt beantragte BA-Stadträtin Ursula Redler bei OB Andreas Starke, dass die Verwaltung umgehend “konkrete, objektivierte Erhebungen zum Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen für das Kindesalter 0-3, 3-6 und 6-12 Jahre für das Stadtgebiet Bamberg, möglichst aufgeteilt in einzelne Stadtbereiche", erstellen lässt. Dies vor dem Hintergrund der nachdrücklichen Hinweise vieler junger Familien auf die aktuelle Engpässe in Gaustadt und im Bereich der Nato- und Offizierssiedlung im Bamberger Osten.

Stadtverwaltung ist bei temporären Provisorien gespalten

Die Fraktion der Bamberger Allianz bezieht auch deshalb besondere Position für die Eltern und Familien in diesen Wohngebieten, weil diese auf Versprechungen der Stadtverwaltung vertraut hätten. Ursula Redler erinnert daran, dass sie schon vor Jahresfrist darauf gedrängt habe, möglicherweise KiTa-Container als temporäre Provisorien aufstellen. Der Vorschlag sei von einigen Verwaltungsteilen positiv diskutiert, von anderen aber aus Kostengründen strikt abgelehnt worden. Jetzt steht bereits als ein weiterer berechtigter Anspruch die Schaffung einer KiTa im Umfeld von Nato- und Offizierssiedlung im Focus. Die isolierte Lage zwischen Bundespolizei, Ankerzentrum und Autobahn bedeutet für die Eltern dort, dass sie weite Wege in Kauf nehmen und Wartelisten akzeptieren müssen, wenn sie ihre Kinder in eine Betreuungseinrichtung geben wollen beziehungsweise müssen.
BA-Stadträtin Ursula Redler bekräftigte nachdrücklich, dass die Stadt Bamberg sich nicht allenthalben als “familienfreundliche Stadt” herausstellen könne, wenn Defizite wie in Gaustadt oder im äußeren Bamberger Osten die Eltern auf die Barrikaden trieben.

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