Kompromiss zwischen Denkmalpflege und neuer Nutzung

Das ehem. Hallenbad am Margaretendamm soll zur Hochschulsportanlage der Universität werden. Dazu erfolgt im Wesentlichen ein innerer Umbau. Vielleicht noch heuer.

Die Fassade soll denkmalgerecht energetisch ertüchtigt werden

Das 1967 fertiggestellte städtische Hallenbad wurde nach 44 Jahren Betriebszeit im November 2011 geschlossen. Nachdem der Freistaat Bayern die Anlage erworben hat, soll das ehem. Hallenbad als Hochschulsportanlage der Universität genutzt werden.
Der Leiter des städt. Bauordnungsamtes, Robert Stenglein, beschrieb die beabsichtigten Maßnahmen. Die ehem. Schwimmhalle soll zwei Sporthallen beherbergen. Hier soll eine Versammlungsstätte entstehen und eine Nutzung durch 200 Zuschauer und 100 Sportler möglich sein. In den anderen Gebäudeteilen werden die verschiedenen Funktionsräume untergebracht.
Im Außenbereich sollen insbesondere ein Allwetterplatz, eine Laufbahn, eine Beachvolleyballanlage und eine Weitsprunganlage entstehen.
Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes bleibt weitestgehend erhalten. Die Fassade soll denkmalgerecht energetisch ertüchtigt werden.Dazu muss man wissen, dass das Gebäude vor einigen Jahren als Einzeldenkmal qualifiziert worden ist.

Seit Eröffnung des neuen Hallenbades ein Sorgenkind

Der Bausenat des Stadtrates hat in seiner Sitzung am 20.1.21 den geltenden Bebauungsplan aufgehoben, da die ehemals festgesetzte Nutzung nicht mehr gegeben bzw. realisierbar ist. Wichtig ist, dass an der Kubatur des Bestandsgebäudes keine Veränderungen vorgenommen werden. Laut der Feststellungen des Baureferats fügt sich das Gebäude nach wie vor in die Eigenart der näheren Umgebung ein, die Erschließung bleibt gesichert und das Ortsbild wird nicht beeinträchtigt.
Das Vorhaben liegt in der Nähe der Überschwemmungsflächen des Main-Donau-Kanals. Aufgrund der naturnahen Lage wurde neben dem Wasserwirtschaftsamt auch das städt. Umweltamt beteiligt. Zu beachtende Vorschriften, insbesondere die Baumschutzverordnung, werden als Hinweise in die Zustimmung der Stadt Bamberg übernommen. Das Bayer. Landesamt für Denkmalpflege (BlfD) hat dem Vorhaben zugestimmt.
In der kurzen Aussprache des Senats betonte Christian Hader (Grünes Bamberg), »uns gefällt, dass ein Kompromiss zwischen Denkmalpflege und einer neuen Nutzung gefunden worden ist«. CSU-Stadtrat Dr. Franz-Wilhelm Heller wies darauf hin, dass die Stadt bei einem Bauvorhaben des Staates eigentlich nichts zu sagen habe. »Es ist aber höchste Zeit, dass etwa geschieht.« Heinz Kuntke (SPD) unterstrich diese Aussage mit der Feststellung: »Das Gebäude ist seit Eröffnung des neuen Hallenbades ein Sorgenkind.«
Der Senat nahm von den beabsichtigten Baumaßnahmen einstimmig Kenntnis.
22.1.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.