Die WebZ bittet darum, Kommentare prinzipiell nur hier zum Originaltext abzugeben. Kommentare andernorts unterliegen nicht der Regie der Redaktion. 

Der kurze Ausschnitt

       aus CICERO, Febr. 23, S.46

MINISTER IN WEIß v. Rolf Hanselle

… Bereits im Mai 2022 beriefer eine sog. "Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung" ein und stieß mit diesem 17-kopfigen Experten- gremium alle vor den Kopf, die direkt von seiner Reform betroffen wăren. Und das sind natürlich besonders die kleinen und mittleren Kliniken sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft.
Als Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss ist die immerhin Teil der gemeinsamen Selbst- verwaltung.

   Lauterbach wollte davon nichts wissen.  Statt-dessen lud er die Großversorger - und hier besonders die Charité -, die privaten Klinikbe-treiber sowie Vertreter der Wissenschaft in seine Kommission. Der Elfenbeinturm tagte, und die demokratischen Institutionen schauten zu.
Für den Chirurgen Bernd Hontschik ist das alles „sehr seltsam". Als Arzt, der über 40 Jahre lang chirurgische Eingriffe vorgenommen hat zuletzt in den Städtischen Kliniken Frankfurt-Höchst und
der das Gesundheitssystem seit langem auch als kritischer Publizist begleitet, hält er die Lauterbach-Kommission ,„für eine Katastrophe. Da seien zwar durchaus fähige Leute drin, er frage sich aber, wo eigentlich die Vertreter der Pflege geblieben seien oder warum der Gesundheitsminister nicht auch Vertreter je-
ner Initiativen eingeladen habe, die seit Jahren um den Erhalt der kleinen und mittleren Kliniken kämpften. „Das sind doch erfahrene Kranken-hausmanager und nicht irgendwelche dahergelaufenen Amateure", entfährt es den praxiserfahrenen Mediziner. „Was ich stattdessen lesen musste, waren die Namen jener Lobbyisten, die seit Jahren bereits die Schließung von Krankenhäusern und die Konzentration auf Großkliniken propagieren."

1100 Zeichen übrig