CORONA

Einerseits weniger, andererseits mehr Druck

 Erste, leichte Lockerungen der Corona-Maßnahmen gibt es jetzt auch in Bayern. Die nächtliche Ausgangssperre gilt nur noch in Orten mit einer 7-Tage-Inzidenz ab 100.

Ausgangssperre in Bamberg fällt

Ab heute (Montag, 15. Februar) gilt in Bayern die nächtliche Ausgangssperre nur noch in Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 100 und erst ab 22 Uhr bis 5 Uhr am Folgetag. nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsamtes betrifft das 25 Landkreise und zehn Städte. Es handele sich um jene Regionen, wo die 7-Tage-Inzidenz an mindestens einem der letzten sieben Tage den Wert von 100 überschritten habe.
Bei den fränkischen Städten sind das Hof und Wunsiedel.
Die geringste Inzidenz aller 96 Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern gab es dem Robert Koch-Institut zufolge am Wochenende in Schweinfurt mit einem Wert von 5,6.
Laut einer Pressemitteilung des städt. Presseamtes bleibt speziell in Bamberg die „Allgemeine Ausgangsbeschränkung“ lt. §2 11. Bayerischer Infektionsschutzmaßnahmenverordnung noch weiterhin gültig.  Das heißt, das Verlassen der Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe, wie zum Beispiel Arbeiten, Einkaufen, etc.  erlaubt. Die jeweils gültige Regelung in Sachen Ausgangssperre findet sich auf der Homepage der Stadt Bamberg unter der Rubrik „Alle Infos zu Corona“ auf der Startseite. 

Die aktuellen Inzidenz-Werte für die Region Bamberg sind u.a. auf dieser Seite dem Kasten oben zu entnehmen.

Die Zahl 50 bei der Sieben-Tagen-Inzidenz ist für die Bekämpfung der Pandemie von großer Bedeutung. Bei einem Wert darunter geht man davon aus, dass die Pandemiebekämpfung noch unter Kontrolle ist. Bei höheren Werten können die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Infektionsketten dagegen nicht mehr sicher gewährleisten.

Hilfsprogramm für Künstler wird aufgestockt

Eine gute Meldung gibt es für selbstständige Künstler in Bayern. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits in der vergangenen Woche in seiner Regierungserklärung im Landtag auf die Verlängerung des Hilfsprogramms hingewiesen. Dabei traf er auch die Feststellung, dass auch die Kulturschaffenden für Bayern systemrelevant seien und daher Hilfen bedürften. Konkret bedeutet das, dass sie bis Ende Juni Corona-Hilfsgelder erhalten werden. Laut dem bayer. Wissenschafts- und Kultusministerium können Solo- Selbstständige, Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe nun für bis zu sechs Monate im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 einen Antrag für eine Finanzhilfe in Höhe von bis zu 1180 Euro monatlich als Ersatz für entfallende Erwerbseinnahmen stellen. Die Anträge sollen ab Ende Februar eingereicht werden können. Bisher konnten die Hilfen nur für die Monate Oktober bis Dezember beantragt werden. Jetzt sollen diese Hilfen auch rückwirkend bis Ende März 2021 noch möglich sein.

An den Grenzen hat Bayern aktive Grenzkontrollen eingerichtet. Sie gelten an der tschechischen Grenze und an der Grenze zu Tirol. Ziel der Maßnahme ist es, das Einschleppen von Corona-Mutationen einzudämmen.
Regeln gibt auch für Reisen in andere Regionen - touristische Tagesreisen sind untersagt.
Die neuen Maßnahmen können auf verschiedenen Webseiten nachgelesen werden. Bei konkreten Vorhaben sollte man das auch tun.
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