Schon vor Jahren wurde der Antrag gestellt, zu Ehren des früheren Oberbürgermeisters Dr. Mathieu eine Straße zu benennen. Zusagen gab es schon, aber keine Verwirklichung.

Rund 11.000 Wohnungen waren gebaut worden

Vor wenigen Wochen wurde seitens der städtischen Pressestelle an den 100. Geburtstag von Mathieu erinnert. Viele Lobesworte wurden in einer Verlautbarung der gebraucht. Über 24 Jahre lenkte Mathieu (CSU) die Geschicke der Stadt in einer bewegten Zeit, die vor allem von Wachstum geprägt war. Am 14. März 2019 wäre der Ehrenbürger der Stadt Bamberg, der am 8. September 1995 im Alter von 76 Jahren verstarb, 100 Jahre alt geworden. Die Schaffenskraft des Alt-OB wurde gewürdigt, die sich besonders im Wachstum Bambergs auswirkte: Verdoppelung des Stadtgebiets, bedingt durch die Gebietsreform 1978, von 2730 auf 5349 Hektar. Dann der Bau von rund 11.000 Wohnungen, um der stark wachsenden Bevölkerung eine Bleibe geben zu können. Die letzten Baracken für Kriegsflüchtlinge verschwanden. Die WeBZet hat in ihrem Bericht `24 Jahre im Dienst für „seine Stadt´“ v. 13.3.19 die Lobesworte zitiert.

Als „Mann der alten Schule“ in Erinnerung

Nun hat die BA-Stadtratsfraktion Oberbürgermeister Andreas Starke daran erinnert, dass es schon vor neun Jahren einen Antrag gab, eine Straßen nach Mathieu zu benennen. Der Vorschlag sei auch in die Liste für künftige Straßenbenennungen aufgenommen worden.
Anlass war damals der 15. Todestag von Mathieu.
Jetzt schrieb der Vorsitzende der BA-Fraktion im Bamberger Stadtrat, Dieter Weinsheimer, an OB Starke und erneuerte diesen Antrag. Persönlich begründete Weinsheimer diesen Antrag damit, dass er mittlerweile einer der wenigen Stadträte sei, die den Oberbürgermeister Dr. Mathieu noch aktiv im Amt erlebt bzw. mit ihm zusammengearbeitet hätten. Ihm sei Mathieu als „Mann der alten Schule“ in Erinnerung, »für den ich aus heutiger Sicht noch mehr Wertschätzung als damals empfinde«, schrieb Weinsheimer.

Andreas Starke antwortete in einem Schreiben an die BA-Fraktion: Die Stadt Bamberg folgt der Empfehlung des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren, »dass für Benennungen im räumlichen Zusammenhang von Neubaugebieten thematisch verknüpfte Begriffe verwendet werden sollten, z.B. Maler, Blumen oder regionalspezifisch gerade in diesem Viertel bekannte historische Persönlichkeiten.
So wurden die Straßen im Ulanenpark nach bekannten Persönlichkeıten benannt, die in der Wunderburg gewirkt hatten, für die Straßenneubenennungen in Gaustadt wählte man ehemalige Flurnamen.«
Eine Neubenennung einer einzelnen Straße, die aufgrund ihrer Lage und Bedeutung, dem Gedenken an den ehemaligen Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Bamberg gerecht werden konnte, habe es leider in den letzten Jahren noch nicht gegeben. Starke betont jedoch seine Zusage, »dass die Verwaltung auch bei künftigen geeigneten Straßenbenennungen besonders darauf achtet, dass die ´Benennung einer Straße nach dem früheren Oberbürgermeister Dr. Theodor Mathieu´ Berücksichtigung findet.« (>Musterbild l.)
24.4.19 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.