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 Auf einen guten Tag

 

 

Viele suchen das Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopfe tragen.

Nikolaus Lenau, (1802 - 1850), österr. Dichter

 

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FINANZ- UND PERSONAL-AFFÄRE

Nur ein Rätsel

Der Berichterstatter der webzet-blog hat fast jede Bürgerversammlung besucht. In den Berichten hat er oft angemerkt, dass auffällig viele Stadtbedienstete anwesend waren. Hat das was mit dem Boni-Skandal zu tun?

Größere Summen erhielten überwiegend höhergestellte Angestellte und Beamte

Aus den bisherigen Berichten und Stellungnahmen zum mutmaßlichen Bamberger Finanz- und Personalskandal war auch ein vielleicht entlastender Seitenblick auf die Vergabe von Überstundenpauschalen zu lesen. Da konnte man in der Sitzung des städt. Rechnungsprüfungsausschusses (RPA) am 28.1.21 hören, dass die beiden städt. Berichterstatter Robert Sporer, Leiter des Personalamtes der Stadt Bamberg und Roman Walter, Leiter des städt. Rechnungsprüfungsamtes, betont ausführlich darüber berichteten, dass bei der “pauschalen Überstundenabgeltung” Beträge in Höhe von 32,06 € bis 1400 € je Monat gezahlt wurden. Bei den 150 gezahlten “Leistungsprämien” an Beamte hat es zwischen 150 € und 6268,43 € gegeben. Dabei erscheint auffällig, dass bei den großen Summen die genannten Beschäftigten fast ausschließlich in das Ressort von Finanzreferent Bertram Felix fallen oder dem Oberbürgermeister direkt unterstellt sind. Dabei sollen die überwiegend höhergestellten Angestellten und Beamten pauschal Geld für angebliche Überstunden kassiert haben, ohne dass sie tatsächliche Mehrarbeit nachweisen mussten. Voraussichtlich wird das die Staatsanwaltschaft klären müssen.

Haben sich Rathausdiener nur als Klatscher auszeichnen wollen?

Das Rätsel der webzet befasst sich mit den Rathausdienern, die wohl eher für die kleineren Summen stehen würden. Wer die Berichte der webzet-blog über die Bürgerversammlungen in den vergangenen vier bis fünf Jahren gelesen hat, dem/der wird vielleicht ein häufiger Hinweis aufgefallen sein, der mit dem Versammlungsthema an sich nur wenig zu tun hatte: dass viele Anwesende im Publikum städt. Bedienstete waren. Geschätzt oft 20 bis 25 %. Da der Berichterstatter tatsächlich in einigen solchen Veranstaltungen war, und ihm doch viele im Rathaus Beschäftigte bekannt waren, konnte er das einschätzen. Seine Vermutung damals war, dass sich hier besonders loyale Rathausdiener - außerhalb der regulären Arbeitszeit - als mögliche Berufsklatscher auszeichnen wollten. Vielleicht eine Fehlannahme. Es könnte auch einen anderen Grund gegeben haben. Ein Rätsel? Vielleicht wird sich im Zuge der Ermittlungen auch dieses Rätsel lösen. Auch ohne dass es so ist, wie es möglicherweise zu vermuten ist, dann soll an dieser Stelle festgehalten sein, dass es gegenüber der Bürgerschaft höchst unfair ist, Bürgerversammlungen mit Rathausdienern zu infiltrieren. Zugegeben, in der einzelnen Versammlung hat das kaum jemand bemerkt.

16.2.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+4 # KurtE 2021-02-18 09:39
Warum so geheimnisvoll, die zusätzlichen Gäste werden das halt als Überstunden abgerechnet haben. Gönnt doch auch den kleinen Leuten etwas.
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+3 # supi 2021-02-18 17:59
Klatschknechte ??? gar auf kosten des bamberger steuerzahlers ???
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+3 # gablmann 2021-02-18 22:15
Gefolgsleute sind das Wichtigste für einen König.
Koste es was es wolle.
Wie in Grimms Märchen
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B 68

boliän: polieren, schlagen. 
An di Bladdn boliän. Einem den Kopf (hier: Kahlkopf, Platte, Glatze) polieren (=schlagen). Di Fressn boliän. Auf den Mund schlagen. 

Deä boliert sei Audo jedn Dooch. Der poliert sein Auto jeden Tag.

Boll, Bäll: Ball, Bälle. 
Geesd mied aufm Boll? Gehst du mit auf den Ball?

Di homm scho an Hauffn Bäll. Die haben schon einen Haufen (viele) Bälle.

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Bollämichl: Schimpfwort. 
Bring fai dän Bollämichl nimmä mied! Bring (fai=Füllsel; hier: bloß) diesen ... nicht mehr mit!

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bollän, bollän loo: fallen, fallen lassen. 
Eä bolläd hald nuch dauänd noo. Er fällt halt dauernd noch hin. (Kleinkind)
Eds hob is aus Väsääng bollän loo. Jetzt hab ich es aus Versehen fallen lassen.

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Bollän, Bolln:  bollern, Augen, Pollen, Kugeln. 
Doo dreesd dai Bollän raus! Da drehst (du) deine Augen raus! 
Di Bolln machn manchn dsä schaffm. Die Pollen (der Pollenflug) machen manchen zu schaffen.
Bollän Glööss! Kugelklöße! (Runde Klöße)

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bomaadich: pomadig, behäbig 
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