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Auf einen guten Tag

 

Solange du nicht Frieden machst mit der Person, die du bist, wirst du niemals zufrieden sein mit dem, was du bist.
Doris Mortman

 

Bamberg soll beim Klimaschutz in den kommenden Jahren deutschlandweit zu den führenden Kommunen gehören. Mit seiner Klima-Sondersitzung setzt sich der Stadtrat ein hohes Ziel.

Oberbürgermeister setzt Wegweiser für den Debattenverlauf

Laut den Worten von OB Andreas Starke waren rd. 50 Anträge und Anfragen zum Thema aus den Reihen des Stadtrates bei der Verwaltung eingegangen. Der Oberbürgermeister führte in die Sondersitzung (am 13.10.20) mit zwei bemerkenswerten Feststellungen seines Amtes ein: »Wir setzen auf Gemeinsamkeit und Dialog«. Und: »Die kommunale Ebene ist die Ebene der Praxis.« Betrachtet man die Ergebnisse der Sondersitzung, dann wirkten diese Worte wohl als Wegweiser für den Debattenverlauf.

Zu Beginn der eigentlichen Sitzung erhielten zudem noch drei Vertreter des Bamberger Klimaschutzbündnisses und von Friday for future das Wort. Diese äußerten zwar auch Kritik an dem bisher Erreichten des schon 2011 geschlossenen Klimabündnisses zwischen Bamberg-Stadt und Land - »Wir sind aktuell noch Teil des Problems!«, erkannten aber auch den Willen und die Sinnhaftigkeit der für die Sondersitzung anstehenden Beschlussanträge an.

In die konkreten Sachfragen führte Klimareferent Bgm Jonas Glüsenkamp ein. Er illustrierte anhand eines Schaubilds die Temperaturentwicklung in Bamberg von 1879 mit 5,3° C zu 10,7°C im Jahr 2019 > Bild r.

»Jetzt ist höchste Zeit zum Handeln«, folgerte die Grünen-Sprecherin Ulrike Sänger im ersten Beitrag für ihre Fraktion. Sie wertete die Sondersitzung »als großen und konsequenten Schritt von historischer Bedeutung«. Die einzelnen Wortbeiträge des Bündnisses aus Grünen, SPD, Volt, ÖDP, Linke und Die Partei wurden im Zuge der Sitzung von verschiedenen Rednern/innen vorgetragen.

Erstellung einer CO2-Bilanz ist Voraussetzung

 Nicht als Opposition, sondern als Korrektivredner zum Thema verstand sich offensichtlich Peter Neller von der CSU-BA-Fraktion. Seine Kernaussagen: auf »überzogene Begrifflichkeiten« verzichten, Konzentration auf konkretes Verhalten und Maßnahmen sowie Beachtung der rechtlichen Einschränkungen bei finanziellen Forderungen. Neller verwies dabei auf Punkte, die noch nicht rechtlich und finanziell entscheidungsfähig seien, was z.B. erst im Zuge der Haushaltsberatungen geschehen könne. Zur Wichtigkeit des Themas bekannte ersich uneingeschränkt.

Eine längere, die globalen Wirkungen anbetreffende Rede hielt SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Stieringer. Beschränkte sich dann aber darauf, dass man sich heute doch mit konkreten Verhaltensänderungen und lokalen Maßnahmen beschäftigen sollte.

Die konkreten Beschlüsse wurden – bisweilen nach redaktionellen Änderungen - schließlich meist einhellig gefasst: Beschlossen wurde unter anderem: Die Einstellung eines/r Klimaschutzmanagers/in sowie die Schaffung eines Klimabeirats, und dass alle Stadtratsbeschlüsse unter einen Klimavorbehalt gestellt werden (was vor mehr als 20 Jahren schon mal mit einem Vorbehalt auf Umweltverträglichkeit geschehen ist). In diesem Sinne sollen auf Antrag der CSU-BA-Fraktion soweit möglich und sinnvoll städt. Bestands- und Neubauten mit Photovoltaik ausgestattet werden. Im Jahr 2021 soll ein autofreies Wochenende stattfinden. Als Voraussetzung für weiteres Handeln gilt die Erstellung einer CO2-Bilanz für Bamberg und die Region. Etliche Beschlussanträge wurden in den Mobilitätssenat verschoben.
14.10.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+10 # KarlO 2020-10-15 09:51
Ich freue mich, dass man diesmal einen gemeinsamen Weg gefunden hat. Es ist wirklich nicht so wichtig über Begriffe wie Klimanotstand, Klimakatastrophe o.Ä. zu streiten, sondern sich auf konkrete Maßnahmen zu einigen, mit denen man auch in einer Gemeinde etwas gegen die Klimaentwicklung bewirken kann.
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+20 # Clavius1970 2020-10-15 10:53
Grundsätzlich stellt sich für mich nur die Frage um wieviel Promille die Maßnahmen in Deutschland und Europa den CO2 - Ausstoß senken.
Sicher muss immer Einer damit beginnen. Aber globale Probleme sollten auch global gelöst werden. Viel Spaß mit den Amis (auch ohne Trump), Indern, Russen und Chinesen.
Nach meinen eigenenen realen Erfahrungen werden die auf Rechenmodellen basierenden Einsparungen in der Praxis nicht erreicht. Sind viele Milchmädchenrechnungen dabei.
Immerhin gibt es wieder ein Pöstchen für einen Parteifreund etc.
Wenn ich mir aber die Leistungen der zahlreichen -beauftragten und -manager im öffentlichen Bereich so anschaue bin ich absolut nicht zufrieden mit Ihrer Arbeit.
Spontan fällt mir hier Konversion, LGA und Stadtmarketing ein.
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-4 # Loblied 2020-10-17 10:07
Man sieht auch bei diesem Thema die Unterschiede zwischen den Fraktionen. Die einen meinen mit politischen Sprüchen gegen die Entwicklung vorgehen zu müssen, die anderen machen halt auch auf die Umsetzungsproblme vor Ort aufmerksam.
Der Oberbürgermeister hat diesmal offenbar die Gefahr rechtzeitig erkannt.
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+5 # Eisenbahner 2020-10-17 18:26
Ironische Beiträge sind bitte als solche zu kennzeichnen! ;-)
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B 46

Biän, Bärn: Birne(n). Kopf.
Deä hod dä a Biän draufsidsn. Der hat (dä = Füllsel/vielleicht) einen (komischen) Kopf daraufsitzen.
A roda Biän grieng. Einen roten Kopf bekommen.
Doo hod mä di Biän gäraachd. Da hat mir der Kopf geraucht.

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Biä|oäsch: Schimpfwort. Bierarsch.
An richdichn Biäoäsch hom. Einen richtigen Bierarsch haben.

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Biä|schdimm: Bierstimme. tiefe Stimme.
Di Biäschdimm känn i doch aa wuheä! Diese Bierstimme kenne ich doch auch woher!

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Biä|schlöbbm: Bierschlöppe. Säufer.
Di old Biäschlöbbm is aa widdä doo, schau fai, dassd di schlaichsd! Dieser alte Säufer ist auch wieder da, schau bloß, dass du abhaust (schleichst).

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bibbän: bibbern. zittern, beben.
Doo braugsd ned scho voheä bibbän! Da brauchst du nicht schon vorher zittern (Angst haben).
Bibbärä: Bibberer. alter, zittriger Mann.
Woos wisdn mid dän oldn Bibbärä oofanga? Was wllst du denn mit dem alten Angsthasen anfangen?

Forts.

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