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 Auf einen guten Tag

 

 

Viele suchen das Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopfe tragen.

Nikolaus Lenau, (1802 - 1850), österr. Dichter

 

Aktuelles zur Corona-Situation - Erneut „Notbremse“ in Stadt und Landkreis Bamberg   öffnen

STADTRAT - UMWELTPOLITIK

Mehr Umweltbewusstsein durch Abgaben und Bußgelder?

Der Mobilitätssenat hat Maßnahmen beschlossen, um den Plastikmüll in der Stadt zu reduzieren. Auch, weil die Corona-Krise viele Verhaltensweisen abrupt verändert hat.

Förderung von Mehrwegbehältern und Abgaben auf Einwegverpackungen

“Insbesondere auch der to-go-Konsum war und ist von der Pandemie stark betroffen”, heißt es im Bericht der Stadtverwaltung in der Sitzung des Mobilitätssenats (früher Umwelt- und Verkehrssenat) vom 9.2.21. Einerseits habe sich die Menge gekaufter Lebensmittel/Gerichte zum Mitnehmen oder auch nach Hause bestellter Gerichte deutlich erhöht - nicht zuletzt, weil dies während der Shutdowns die einzige Einnahmemöglichkeit für Gastronomien war und die Bürger/innen diese auch bewusst unterstützten. Andererseits haben insbesondere hygienische Anforderungen auch dazu geführt, dass vermehrt Einwegbehältnisse zum Transport der genannten Lebensmittel/Gerichte verwendet wurden.
Die Stadt Bamberg aber will den Plastikmüll in der Stadt drastisch reduzieren. Der Mobilitätssenat sprach sich für ein umfangreiches Maßnahmenpaket aus. »Wir setzen auf eine Mischung von Aufklärung der Bürger und Gastronomen, Förderung von Mehrwegbehältern und Abgaben auf Einwegverpackungen«, sagte Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grünes Bamberg). »Wir wollen bis zum Jahr 2023 weg von der bisherigen Wegwerfkultur, die die Stadt vermüllt.«

Kampagne heißt „1wegfrei bis 2023“

Nach dem Vorbild der Stadt Tübingen soll geprüft werden, ob eine Abgabe auf Verpackungen von Speisen und Getränken wie beispielsweise Styroporschachteln oder Kaffeebecher, die zur Mitnahme bestimmt sind, auch in Bamberg sinnvoll ist. Gezielt soll die Verwendung von Mehrwegbehältern gefördert werden. »Insbesondere in der Gastronomie könnten wir uns ein einheitliches System vorstellen«, so der städtische Umwelt-Referent. Becher und Schachteln könnten dann bei allen Gastro-Betrieben zurückgebracht und wieder verwendet werden. Die Kampagne werde allerdings nur erfolgreich sein, wenn alle mitmachen und an einem Strang ziehen, betonte Glüsenkamp. »Dabei ist uns bewusst, dass die Situation für die Gastronomie derzeit schwierig ist. Umso wichtiger ist der Dialog mit den Betroffenen.«
Insbesondere mit der Erfassung des im öffentlichen Raum gesammelten Mülls soll kontrolliert werden, ob die Maßnahmen greifen oder ob gegebenenfalls nachgesteuert werden muss. Da es allein mit Appellen leider nicht gehen werde, prüft die Verwaltung einen neuen Bußgeldkatalog, um Umweltsündern an den Geldbeutel zu gehen, die ihren Abfall auf der Straße entsorgen.
In der Debatte waren sich die Ratsmitglieder grundsätzlich einig. Kritische Anmerkungen kamen von Dr. Franz-Wilhelm Heller (CSU-BA), der Zweifel äußerte, »wie die Tatbestände für die Ordnungswidrigkeiten definiert werden«. Zudem meinte er, dass die Hygiene-Vorschriften manches Vorhaben verhindern werden. Martin Pöhner (FDP) sprach sich dafür aus, die Gastronomie mit Anreizen zu gewinnen und »nicht mit Strafen zu arbeiten«. Andreas Triffo (BBB) wandte sich gegen den neuen Kampagnen-Titel “„1wegfrei bis 2023”: Der bisherige Titel “Bamberg plastikfrei” sei »griffiger und sagt, worum es geht«.
13.2.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+18 # gablmann 2021-02-13 12:43
Wieder mal eine Kampagne als Daseinsberechtigung der Pressestelle (Amt für Öffentlichkeitsarbeit).
Der Ansatz ist ja gut aber schon alt. Was hat der OB für einen Hype gemacht für sein "Bamberg Plastikfrei". Damals hat sich die Pressestelle selbst übertrumpft und ein Logo entwickelt. bzw. entwickeln lassen.
Und jetzt halt wieder...
Die Werbeagenturen wird es freuen. Der letzte Quatsch war:"Bamberg krempelt die Ärmel hoch"
Alles bloß heisse Luft - hört sich halt schön an und vorallem positiv.
Und zu Regulierung und Bußgeld: ES REICHT!!!
Die Bevormundungspolitik geht mir gewaltig aus den Sack.
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+10 # Clavius1970 2021-02-14 12:24
Grundsätzlich gute Idee. Die praktische Umsetzung hat auch einige Hürden zu überwinden. Der Jurist weiß halt Bescheid.
Die Pizzakartonorgien könnte man noch am ehesten in den Griff bekommen. Außerdem muss man die großen Fastfoodketten ins Boot holen. Diese sind durch ihr dichtes Filialnetz am ehesten in der Lage Mehrwegbehältnisse zu managen. Das wird aber zu Lasten der kleinen Anbieter gehen.
Wie sind eigentlich die Erfahrungen mit dem Bambecher?

Vielleicht sollten wir aber auch über die Ursachen nachdenken und nicht nur die Symtome bekämpfen.

Wenn ich die Kauf- und Essgewohnheiten heute sehe, frage ich mich, wie ich überhaupt überleben konnte.

Nach intensiven Nachdenken habe ich es herausgefunden:

Frühstück:
Eine Viertelstunde früher aufstehen und ich konnte daheim frühstücken.
Zweites Frühstück:
Pausenkaffee beim Tschibo, Eduscho etc. aus der Tasse am Stehtisch.
Mittagessen:
Mittag in einer Metzgerei beim Bäcker die Brotzeit geholt. Die Verkäuferin reduzierte den Müllanfall mit der Bemerkung "Essen sie es gleich" und sparte sich den Scharmützel.
Abendessen:
siehe Frühstück:
Nachthunger:
Die vorhandenen Informationsdefizite glichen wir durch Besuche der Stammkneipe oder sonstiger Treff´s (Sportverein) aus. Dort wurde halt auch gegessen was der jeweilge Wirt so anbot.
Und zwar vom Teller, nicht auf dem Heimweg,

Wenn jetzt jemand sagt wir hatten halt mehrl Zeit.
Die maximal 15 bis 30 Minuten brauchen die Leute heute schon um die wichtigen von den unwichtigen Nachrichten auf ihrem Smartphone zu trennen.

Und gegen den Informationsaustauch beim Tschibo, Eduscho, Metzger, Bäcker oder Wirt sind FB und WA a Drägg :-)
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+9 # gablmann 2021-02-14 17:49
@clavius
Sie haben recht!
Tschibo, Eduscho & Co. heißt aber in Bamberg Rondo...

Warum man überhaupt einen Kaffee beim Laufen trinken muss erklärt sich mir eh nicht.
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+7 # Clavius1970 2021-02-15 14:52
Ich habe noch nie was beim Cafe Rondo getrunken.
Das liegt daran daß da immer mindestens einer rumsteht den ich nicht leiden kann.
Bei Eduscho und Tschibo war es umgekehrt. Da bin ich hin weil immer einer da war den ich gut leiden konnte.
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+2 # supi 2021-02-16 13:18
Also wennst vor ort etwas zahlen willst, also dass man von dir überhaupt nötig nimmt, dann musst dich zwingend mit einigen ausstattungsmerkmalen versehen. Als da wäre in der einen hand, am besten ständig am ohr und immer schön in der gegend herum plärren, ein smartphone neuester generation und dann in der anderen hand der besagte kaffeebecher to- go, von vorteil wäre auch noch ein holfschläger und in der unmittelbaren umgebung sollte sich auch immer ein finanzberater aufhalten. Dann biste in, ansonsten halt out.
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Deä boliert sei Audo jedn Dooch. Der poliert sein Auto jeden Tag.

Boll, Bäll: Ball, Bälle. 
Geesd mied aufm Boll? Gehst du mit auf den Ball?

Di homm scho an Hauffn Bäll. Die haben schon einen Haufen (viele) Bälle.

-

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Bring fai dän Bollämichl nimmä mied! Bring (fai=Füllsel; hier: bloß) diesen ... nicht mehr mit!

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