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Mehrweg-Geschirr mit Pfand jetzt Pflicht

Kaffee oder Pommes: Bei Einweg-Verpackungen kommt viel Müll zusammen. Seit 1. Januar müssen Verkäufer ihr Essen "to go" auch in Mehrwegverpackungen anbieten. Jetzt liegt es an den Kunden.

Gäste müssen auf Wahlmöglichkeit hingewiesen werden

Seit Jahresbeginn sind viele Restaurants, Imbisse und Cafés verpflichtet, Mehrwegverpackungen anzubieten. In Deutschland fallen pro Jahr knapp drei Mrd Kaffeebecher und 3,8 Mrd Einweg-Essensboxen an. Um den Müll zu reduzieren, müssen Restaurants oder Bistros Essen to go nun auch Mehrweg-Pfandgeschirr anbieten. Die Frage ist, ob diese Auflagen auch von den Kundinnen und Kunden angenommen werden?

Das neue Gesetz besagt: Wenn ein Gastronomiebetrieb Einwegverpackungen mit Kunststoffanteilen anbietet, muss er gleichzeitig auch eine Mehrweg-Option für die Kunden bereithalten. Diese darf nicht teurer sein, ein Pfand darf aber erhoben werden. Ausnahmen gelten für Betriebe mit weniger als fünf Beschäftigten und einer Ladenfläche von weniger als 80 Quadratmetern. Diese sind allerdings verpflichtet, mitgebrachte Mehrwegbehältnisse zu befüllen. Ziel des neuen Gesetzes ist es, insbesondere Einwegverpackungen aus Kunststoff zu ersetzen.
Die Betriebe sind verpflichtet, Kunden auf die Möglichkeit hinzuweisen, Waren auch in Mehrwegverpackungen zu erhalten. Das muss deutlich sichtbar gemacht werden.

Seit Juli 2021 sind bereits einige Produkte aus Einwegkunststoff verboten: Dazu gehören unter anderem Wegwerfprodukte wie Einmalbesteck und -teller, Trinkhalme, Rührstäbchen oder auch Wegwerf-Essenbehälter aus Styropor.

Abgabe auch an anderen Standorten

Die jeweiligen Verkäufer sind zunächst einmal nur verpflichtet, ihre eigenen ausgegebenen Mehrwegverpackungen zurückzunehmen. Für wiederverwendbare Kaffeebecher gibt es bundesweit verschiedene Rückgabemöglichkeiten - auch an anderen Standorten bzw. in anderen Städten.
Einige Ketten wie McDonald's oder Burger King haben ihr eigenes Mehrwegsystem mit Verpackungen gegen Pfand. Das Mehrweggeschirr kann in der Regel auch an anderen Ausgabestellen in ganz Deutschland zurückgegeben werden.
Andere Betriebe arbeiten mit einem App-basierten System. Dazu müssen Kundinnen und Kunden zunächst eine App installieren, die ihnen anzeigt, welche Gastronomen an dem Mehrwegsystem teilnehmen.
Auch einige Bio-Supermärkte sollen Mehrwegbehälter anbieten.

 Es wird seine Zeit dauern, bis den Zielen des neuen Gesetzes Erfolg beschieden sein wird.

Geschrieben: -mdwvBilder v. webzet (Titelbild ist Symbolfoto); 

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Clavius1970
Ich frage mich immer, warum der Gesetzgeber diese Einmalverpackungen nicht einfach verbietet. Entweder Pfand zahlen und das Essen mitnehmen, hungern oder vor Ort verzehren.
Und wer nicht die 5 Minuten Zeit hat seinen Kaffee vor Ort zu trinken, sollte mal überlegen ob er nicht was falsch macht in seinem Leben.
Viel zu viel künstliche Hektik um Betreibssamkeit vor zu täuschen. Es ist halt in, keine Zeit zu haben.
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Werner
Baba Yaga sagte :
Geht anständig essen und setzt euch hin.


Sagen Sie das bitte Ihrer Klientel und Ihren Anhängern! Wir Bamberger höcken da, wo wir schon immer höcken!

Und es gehört sich, dass man seine Sachen, Gläser, Krüge und Seidla zurückbringt. So funktioniert das in der Schwemm‘!
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der wechselbalg
die mehrzahl dieser anbieter, von essensanbietern mag ich gar nicht sprechen, hat doch nicht mal den platz, damit sich kunden setzen können, die haben doch nicht mal den platz eines tixi-häuschens
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CFRA2
Unsere heutige Jugend wird, obwohl sie grün wählt, das Pfandgeschirr nach Gebrauch, wenn es gut läuft, in den nächsten Mülleimer schmeißen oder schlimmer weiterhin direkt auf der Straße entsorgen!
Keiner von denen wird sich die Mühe machen und 500m zurücklaufen um z.B.: 1,00€ Pfand zurückzuverlangen. Denn die Helikoptereltern zahlen ja eh alles!
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Baba Yaga
Geht anständig essen und setzt euch hin.
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