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-
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-
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Die Stadt Bamberg nimmt an einem Pilotversuch teil, bei dem sich das „Rechtsabbiegen von Radfahrenden bei Rot“ („Grünpfeil für Radverkehr“) im Praxistest bewähren muss.

Entsprechende Verkehrszeichen an festgelegten Knotenpunkten

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) führt derzeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunen einen Pilotversuch durch, um die grundsätzliche Umsetzbarkeit einer Grünpfeilregelung für den Radverkehr zu prüfen. Bamberg ist dabei eine von neun Städten, in denen sich bundesweit das „Rechtsabbiegen von Radfahrenden bei Rot“ („Grünpfeil für Radverkehr“) im Praxistest bewähren muss.
Bei Rot an Ampeln nach vorherigem Anhalten rechts abbiegen erlaubt die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), wenn rechts neben dem roten Lichtzeichen ein grüner Pfeil auf schwarzem Grund angebracht ist. Diese Regelung ist seit 1994 Bestandteil der bundesdeutschen StVO. Bislang nur für den rechten Fahrstreifen einer Straße geltend, soll dies mit einer zurzeit laufenden StVO-Novelle auf dem am rechten Fahrbahnrand gelegenen Radfahrstreifen sowie straßenbegleitende Bordsteinradwege ausgedehnt werden.
Die BASt initiiert nun im Auftrag des zuständigen Bundesverkehrsministeriums einen Pilotversuch, um zu untersuchen, ob es unter Aspekten der Verkehrssicherheit sinnvoll ist, die Grünpfeilregelung in ausgewählten Fällen auf den Radverkehr zu beschränken. Dazu wurden neun Städte ausgewählt, darunter auch Bamberg. An festgelegten Knotenpunkten werden zunächst für ein Jahr entsprechende Verkehrszeichen angebracht.

Fünf Kreuzungen in Bamberg mit „Grünpfeil“ für Radfahrende

Die Stadt Bamberg hat sich bereits 2017 erfolgreich für die Testphase beworben. Dazu wurden nach entsprechender Vorerhebung durch die BASt folgende Zufahrten ausgewählt:

· Am Heidelsteig – Zollnerstraße (Richtung Innenstadt),
· Am Heidelsteig – Memmelsdorfer Straße (Richtung Gartenstadt),
· Pödeldorfer Straße – Neuerbstraße (Richtung Rupprecht-/Erlöserschule),
· Feldkirchenstraße – Memmelsdorfer Straße (Richtung Gartenstadt) und
· Marienbrücke – Heinrichsdamm (Richtung Innenstadt).

Die erforderliche Beschilderung erfolgt Ende Januar 2019. Nach einer Eingewöhnungsphase führt die Bundesanstalt im Sommer 2019 Nach-Erhebungen durch.
Für die Verkehrsteilnehmer ändert sich an der eigentlichen Regelung nichts: Es darf bei Rot rechts abgebogen werden, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert oder gefährdet werden. Neu ist jedoch, dass dies durch den Zusatz „nur Radverkehr“ ausschließlich Radfahrenden gestattet ist. Grundsätzlich gilt allerdings beim Grünpfeil für den Kfz-Verkehr ebenso wie für den Radverkehr immer: Erst Anhalten, sorgfältig den bevorrechtigten Verkehr beachten und dann weiter Fahren. Nur dadurch lassen sich mögliche Konflikt- und Gefahrensituationen vermeiden.
Im Jahr 2020 soll auf Basis der gewonnenen Erfahrungen beschlossen werden, ob die StVO sowie die Anforderungen in der zugehörigen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift entsprechend angepasst werden.

10.1.19 Bilder: WeBZet; PSt. Stadt Bbg. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden wegen Missbrauchs zurzeit nicht direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“. Impressum und EU-Datenschutzgrundverordnung r. Spalte ganz unten.

Kommentare   
-3 # ToSpa 2019-01-10 17:02
Wir werden doch das fertigbringen, was die DDR über Jahrzehnte geschafft hat.
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+1 # Franz K. 2019-01-10 22:44
Wozu brauchen wir dieses Verkehrsschild? Viele, meist junge Radfahrer fahren sowie wie sie wollen.
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+5 # Baba Yaga 2019-01-11 12:22
Die Initiatoren wollen wohl mehr Menschen zum Umstieg aufs Rad bewegen. Es geht um den Kampf gegen die Bequemlichkeit einer Gesellschaft, die sich an ausuferndem Konsum gewöhnt hat. Noch versucht man es im Guten.
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+6 # Sabine 2019-01-11 13:26
Zu #2
Die Schilder kann man sich sparen, es wird bei Rot sowieso abgebogen, sogar beim Geradeausfahren zählt für eine Vielzahl der Radler kein Rot,- einfach auf den Gehsteig donnern, die Ampel umgehen und nach der roten Ampel wieder auf die Straße zurück.
Meistens stehe ich mit meinem Rad alleine an der roten Ampel und denke ich bin im falschen Film, wenn die Radler munter drauflos an mir vorbeofahren.
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-3 # supi 2019-01-11 16:17
also dieses verkehrszeichen ist überflüssig wie ein kropf, das ganze geld zum fenster hinaus geschmissen, denn schliesslich wird das alles und noch vielmehr an verkehrsordnungswidrigkeiten seitens der radfahrer tagtäglich am eigenen körper schon im feldversuch erprobt
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+3 # Der Bamberger 2019-01-11 20:02
ich finde das mit dem Grünpfeil keine schlechte Idee. Gerade an Kreuzungen mit viel Verkehr könnte der Autoverkehr schneller abfliessen, wenn man nicht mehr auf wartende und nicht zeichengebende Radler warten muss, sondern bei Grün gleich losfahren kann. Welcher Radler steht schon bei Rot mit ausgestrecktem Arm, um seine Fahrrichtung anzuzeigen.
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+6 # GodFather 2019-01-13 22:42
Dieser Grünpfeil an 5 Kreuzungen ist mal wieder eine Feigenblatt-Aktion. Für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik in Bamberg bringt das gerade mal gar nix.
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+8 # Bürger dieser Stadt 2019-01-14 08:12
Ich finde das Pilotprojekt gut. Verkehrstechnisch spricht oft nichts dagegen. Unabhängig von vorhandenen oder nicht vorhandenen Effekten geht davon auch eine Signalwirkung aus. Ich hoffe, daß die hartnäckig faulen Exemplare unter uns den Schuss vor'm Bug so langsam verstehen.
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+5 # GodFather 2019-01-14 09:34
@Bürger: ich revidiere meine Aussage, Sie haben Recht. Zwar bringt das, meine ich, nach wie vor nicht materiell. Aber dass eine Verkehrswende in Bamberg notwendig ist bleibt dadurch im Gespräch und damit hoffentlich weiter auf der politischen Agenda. Der Ratsentscheid für die Ziele der Engagierten Radlobby verliert ja seine Bindefrist irgendwann in den nächsten Wochen. Da ist es wichtig, dass das Thema weiter am köcheln bleibt.
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