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 Auf einen guten Tag

 

 

Viele suchen das Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopfe tragen.

Nikolaus Lenau, (1802 - 1850), österr. Dichter

 

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RATHAUS - FINANZPOLITIK

Kommen jetzt die “bitteren Pillen”?

Es überrascht wenig, wenn nach einer Wahl - zunächst? - bittere Pillen verabreicht werden. Manche Anpassung erscheint dabei auch berechtigt. Jetzt wird die Ablöse für Abstellflächen teurer.

Ablösungsbeträge für Kfz-Stellplätze erhöhen sich beträchtlich

Bauherren/innen müssen jetzt mehr bezahlen, wenn sie nicht genügend Parkplätze auf ihrem Grundstück vorweisen können. In einer “Stellplatzsatzung” wird geregelt, wie der Bedarf an Stellplätzen erfüllt werden kann. Beispielsweise durch die Möglichkeit, die Stellplatzpflicht finanziell “abzulösen”.
In der Sitzung des Bausenats am 9.2.21 hat das Baureferat für die Erhöhung des Ablösebetrages für einen Kfz-Stellplatz steigende Kosten im Tiefbau geltend gemacht und zudem eine Harmonisierung mit dem Baukostenkatalog des Bauordnungsamtes empfohlen. Daraus wird für die Herstellung einer “Ersatzstellfläche” ein neuer Baukostenbeitrag in Höhe von 75,00 €/m² angesetzt“. Bislang waren es 60 €/m².
Zudem schlug die Verwaltung vor, den Höchstbetrag für die Ablösung eines Kfz-Stellplatzes von 15.000 € auf 20.000 € anzuheben. Dieser Höchstbetrag greift nach Darstellung der Stadtverwaltung vorwiegend “in den zentralen Innenstadtbereichen”.
Mit Parkplatzgebühren hat die Höhe der Stellplatzablösung allerdings nur mittelbar etwas zu tun.

Der Ablösungsbetrag für einen Fahrradabstellplatz wird aktualisiert

Der stadtweit einheitliche Ablösungsbetrag für einen Fahrradabstellplatz wird ebenfalls aktualisiert. Der Betrag erhöht sich von 400 € auf 500 €. Damit sei gewährleistet, dass die Herstellung eines (zeitgemäßen) öffentlichen Fahrradabstellplatzes mit Radbügel auf befestigtem Untergrund erfolgen kann bzw. bestehende öffentliche Fahrradabstellanlagen instandgehalten oder Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur erfolgen können.
Die Mitglieder des Bausenats haben zwar kurze Zeit diskutiert, aber die Mehrheit folgte mit 10 : 3 Stimmen schließlich dem Beschlussvorschlag der Verwaltung.
Die Satzung tritt am 01.03.2021 in Kraft.
14.2.21 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+12 # Werner 2021-02-14 18:13
In Tübingen kann jeder beobachten, wie die Grüne Realität aussieht. Nach 14 Jahren unter einem grünen OB ist völlig klar: Keine EFH mehr, nur noch bauen in Baugruppen, Hochgeschossgebäude und ETW für die Familien, in der Regel: Familien in maximal vier Zimmer Wohnung. Größere Wohnung sind in der Regel nicht vorgesehen.
Daraus ergibt sich faktisch, dass größere Familien zum extremen Luxus werden für die wenigen, die sich aus dem Bestand heraus noch alte EFH leisten können. Die fangen hier in Tübingen nirgends unter € 1 Mio. an. Selbst kleine Reihenhäuser mit 100 qm Wohnfläche liegen im hohen sechststelligen Bereich.
Eine klare Folge der örtlichen Politik: Kaum neue Baugebiete ausweisen, nachverdichten mit Wohnblöcken, die die beschriebenen 1 - 4 Zimmer Wohnungen haben, keine EFH mehr genehigen. Und wenn auf Bestandsgrundstücken neu gebaut werden soll, dann dauern Bauantrag etc. nicht selten drei Jahre und mehr. Das führt dazu, dass man entweder im Bietergefecht um die wenigen EFH, die auf den freien Markt kommen, erfolgreich sein muss oder im Bietergefecht um eine Baulücke kämpfen muss. Wenn man die ergattert, muss man den Kaufpreis finanzieren, während man drei Jahre auf die Planung und Genehmigung des Baus wartet und dann noch ein Jahr bauen. Die wenigsten Familien können sich das neben der laufenden Miete leisten.
Die Folge ist, dass bis in die gehobene Mittelschicht Familien in die umliegenden Gemeinden abwandern. Der Pendlerdruck steigt enorm. Das wiederum beantworten die Grünen mit weniger Parkplätzen, verengten Straßen, Anwohnerparkgebühren etc. Nach den letzten Planungen soll der Anwohnerparkausweis von € 30 p.a. auf € 360 p.a. steigen, 1200 % Steigerung.
Einen passenden ÖPNV gibt es aber aus den umliegenden Gemeinden für die Pendler nicht, auch keine P&R Angebote, nichts. Klare Aussage des OB dazu: Pendeln ist unvernünftig und Umweltverschmutzung, fahren Sie Rad, sonst bleiben sie bitte draußen. Das ist die Grüne Zukunft.
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-8 # Baba Yaha 2021-02-14 18:58
Ich sehe das anders. Das eigentliche Problem ist diese pseudoreligiöse EFH-Geilheit. Hier braucht es einen Mentalitätswandel. Dann lösen sich auch die Probleme.
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+17 # Bergradfahrer 2021-02-15 08:58
Der Fehler liegt wohl eher beim Drängen in die Städte. Das bringt architektonische Missbildungen hervor zu schwindelerregenden Preisen. Diese werden von den jungen Hipsterfamilien der "Erbengeneration" lustigerweise auch bezahlt. Das befeuert den Markt weiter.
Das Hipster-Ghetto in der alten Seilerei mit seinen "Town Houses" spricht da Bände. Oder betrachten wir die Klötze auf der Erbainsel, die in zwanzig Jahren nichts mehr wert sein werden.
Der Run auf die Städte begünstigt wiederum den Niedergang der Infrastruktur auf dem Land. Hier müsste gegengesteuert werden.

Und der Verdichtungswahn in der Stadt zerstört dort die letzten Freiflächen und beeinträchtigt das Mikroklima. Zudem schön sind die Starenkästen,mit denen das ehemalige Bamberger Gärtnerland zugebaut wurde, nun wirklich nicht. Alles sehr eng, alles a weng promisk vom Leben her, recht wenig Stil.
Am Ende verlieren alle, nur die Bauinvestoren realisieren schnelle Gewinne.

Ich weiß nicht, ob ein Regulativ wie z.B. massive Verteuerung von Stellplätzen die Überlastung der Stadt bremsen kann, aber weniger rumstehende Autos wären sowohl für die Ästhetik besser wie sie auch Raum gäben für den fließenden Verkehr.
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-8 # supi 2021-02-15 17:43
EFH hin EFH her, ich hab kein EFH, also braucht auch kein anderer ein EFH, so einfach ist das
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Bamberchä Deutsch

 

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B 68

boliän: polieren, schlagen. 
An di Bladdn boliän. Einem den Kopf (hier: Kahlkopf, Platte, Glatze) polieren (=schlagen). Di Fressn boliän. Auf den Mund schlagen. 

Deä boliert sei Audo jedn Dooch. Der poliert sein Auto jeden Tag.

Boll, Bäll: Ball, Bälle. 
Geesd mied aufm Boll? Gehst du mit auf den Ball?

Di homm scho an Hauffn Bäll. Die haben schon einen Haufen (viele) Bälle.

-

Bollämichl: Schimpfwort. 
Bring fai dän Bollämichl nimmä mied! Bring (fai=Füllsel; hier: bloß) diesen ... nicht mehr mit!

-

bollän, bollän loo: fallen, fallen lassen. 
Eä bolläd hald nuch dauänd noo. Er fällt halt dauernd noch hin. (Kleinkind)
Eds hob is aus Väsääng bollän loo. Jetzt hab ich es aus Versehen fallen lassen.

-

Bollän, Bolln:  bollern, Augen, Pollen, Kugeln. 
Doo dreesd dai Bollän raus! Da drehst (du) deine Augen raus! 
Di Bolln machn manchn dsä schaffm. Die Pollen (der Pollenflug) machen manchen zu schaffen.
Bollän Glööss! Kugelklöße! (Runde Klöße)

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bomaadich: pomadig, behäbig 
Sai bomaadichs Gäduu reechd mi auf. Sein pomadiges Getue regt mich auf.

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