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Stadtlauringen hat sich erfolgreich gewehrt. Für den geplanten Gewerbepark Muna müsste im größeren Umfang Wald abgeholzt werden. Aber wo soll die erforderliche Ersatzaufforstung stattfinden?

Schrumpft und schrumpft  

Der geplante Gewerbepark „Geisfelder Straße“ (= ehem. Muna) sollte erst über 100 Hektar, dann rd. 70 ha, schließlich um die 60 ha und jetzt wie groß werden?

Im Brennpunkt stand zuletzt eine Fläche von ca. 65 Hektar für die ein Flächenausgleich nach dem Bayerischen Waldgesetz erforderlich ist. Dieser Flächenausgleich sollte nach den Vorstellungen der Stadt Bamberg und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in der Gemarkung von Stadtlauringen im Landkreis Schweinfurt stattfinden. Das Vorhaben ist in den letzten Tagen des vergangenen Jahres geplatzt!
Die Idee war, als Ausgleich für die größere Rodung im Bereich der Muna eine Fläche von rd. 40 ha in der Gemarkung Stadtlauringen ersatzaufzuforsten. Dagegen wehrten sich Bürgermeister und der Marktgemeinderat, Bürgerinnen und Bürgern sowie die Landwirte aus der Region. Die regionalen Abgeordneten wurden mobilisiert. Alle zusammen konnten erreichen, dass der von der Bundesforstverwaltung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schweinfurt eingereichte Antrag auf Erstaufforstung vorerst nicht weiter bearbeitet und stattdessen in Bamberg und Umgebung alternative Ausgleichflächen gesucht werden müssen.

Wie geht es jetzt weiter?

Auf den Paukenschlag aus Unterfranken hin, heißt s nun in Bamberger Rathaus, dass man eigentlich nur noch wenige Hektar Ausgleichsfläche brauche. Der Ausgleichsbedarf für den neuen Gewerbepark betrage derzeit noch vier bis sechs Hektar Fläche. Sie würden derzeit im Raum Bamberg gesucht. Grundsätzlich sei das Amt für Landwirtschaft und Forsten dabei, einen neuen Ausgleichsbedarf zu ermitteln. Wie hoch dieser letztlich liegt, könne derzeit nicht gesagt werden.
Mitte des vergangenen Jahres wurde noch benannt, dass die Stadt Bamberg selbst und die BImA ein Flächenpotenzial von rd. 30 Hektar zur Aufforstung einbringen könne. Daraus wurde abgeleitet, dass rd. 35 Hektar nicht unmittelbar im Gebiet der Stadt Bamberg oder in der unmittelbaren Nähe im Landkreis Bamberg ausgeglichen werden könnten. Aufgrund dieses Bedarfs kam man damals auf die Idee in Stadtlauringen die notwendige Ausgleichsfläche auszuweisen.
Die Frage gewinnt an Spannung: Wie geht es jetzt weiter?
9.1.18 Bilder: WeBZet. Hinweis: Die WeBZet ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden direkt freigeschaltet. Bitte beachten Sie die Richtlinien für Kommentare > linke Spalte unter „Nachträgliche Kommentare“.

Kommentare   

+2 #4 Der Bamberger 2018-01-12 23:20
Tja, Stadtlauringen braucht die Flächen offensichtlich selbst, für was auch immer
+9 #3 supi 2018-01-08 19:24
ja bin ich noch im richtigen film ? ein geheule wegen der bei der ostumfahrung zu fällenden bäume oder besser und genauer des krüppelgehölzes entlang der autobahn und nun sollen zig hektar wald abgeholzt werden für ein gewerbegebiet, wobei noch keiner sagen kann, welches gewerbe sich ansiedeln und wie dieses verkehrsmässig angebunden werden soll ?
+28 #2 goblmoo 2018-01-08 10:21
Aha, in Stadtlauringen wehrt man sich und der Bund mit seinen Behörden beschließt nicht über die Köpfe der Bürger hinweg.
In Bamberg hat man sich (z.B. bei der Ausgestaltung der Konversion) nicht gewehrt und der Bund mit seinen Behörden hat über die Köpfe der Bamberger Bürger hinweg beschlossen.
+15 #1 Frau Holle 2018-01-08 09:51
Das ist gerecht. Die Aufbürdung der Ausgleichslasten an Stadtlauringen wäre irgendwie absurd gewesen.
Wenn ich das jetzt aber richtig verstehe, muss (und will) Bamberg jetzt mehr Ausgleichsfläche selbst einbringen als bisher geplant (?).

Der Gewerbepark verlangt den Bürgern Bambergs viel ab. Der Druck, Gewerbesteuerzahler anzusiedeln, ist immer da. Interesse an Gewerbeflächen besteht gerade in Bamberg immer. Aber soll Bamberg in seiner Anziehungskraft, in seiner zunehmenden Verdichtung und im Verkehr ertrinken?

Bei so grundlegenden Projekten sollten eigentlich die Bürger in einer informellen Befragung, ähnlich einem Bürgerentscheid, befragt werden. Das Ergebnis sollte darüber entscheiden, ob der Gewerbepark kommt oder nicht. Die Betonung liegt auf sollte.

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