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Auf einen guten Tag

 

Das Leben verlangt von den Menschen sehr oft, dass sie Dinge wegstecken, für die sie gar keine Taschen haben.

Hanna Berheide, dt. Schriftstellerin

 

Aktuelle Corona-Fallzahlen in Stadt und Landkreis Bamberg

Stand:  30. November 2020, 16.00 Uhr

Aktive Fälle 925 +61 zum Vortag,  davon Stadt Bamberg: 359 +21 z.V.  // Lkr. Bamberg: 566  +40 z.V.

7-Tages-Inzidenz (Quelle: RKI, 30.11.20): Stadt Bbg: 107,3   // Lkr. Bbg 100.6    

Quelle: Landratsamt Bamberg  >  Aktuelle Corona-Fallzahlen (landkreis-bamberg.de)

Verdichtet könnte eine Aussage der Stadt wie folgt lauten: Wenn wir den Schlachthof nicht privatisieren dürfen, dann gehen Arbeitsplätze verloren. Oder soll nur eine Stadtratsanfrage vernebelt werden?

Aktuell keine tierschutzrechtlichen Verstöße festgestellt

Sechs Fragen hat die CSU-BA-Stadtratsfraktion in einem Brief (> webzet v. 14.9.) an OB Andreas Starke bezüglich des Schlachthofes gestellt. Eine Pressemitteilung (PM) des städt. Presseamtes greift das Schreiben auf und geht auf eine einzige Frage ein: Ob es in der jüngeren Vergangenheit tierschutzrechtliche Verstöße gegeben habe? Die Stadtverwaltung verweist jetzt darauf, dass „als Reaktion auf die öffentliche Berichterstattung über den Bamberger Schlachthof, am Montag, den 21.09.2020 eine Kontrolle des Schlachthofes durch die Kontrollgruppe des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Regierung von Oberfranken stattgefunden habe. Geprüft wurden mögliche Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen. Ergebnis: Es wurden am Schlachthof Bamberg keine Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen festgestellt.“
Demnach gebe es am Bamberger Schlachthof keine Tierschutzverstöße. »Was wir in unserer Anfrage auch nicht behauptet haben«, kontert CSU-BA-Stadträtin Dr. Ursula Redler in einem Gespräch mit der webzet-blog. »Wir haben nach angeblichen Vorfällen in der jüngeren Vergangenheit gefragt«. Und dazu habe es keine Antworten gegeben.

Bekenntnis zum Tierschutz und zum Wohl der Beschäftigten

In der PM wird von „derzeit laufenden Prüfungen“ gesprochen, „in welcher Rechtsform der Bamberger Schlachthof zukunftssicher geführt werden soll, weiterhin als städtische Dienststelle oder beispielsweise als GmbH“. Dann fährt das Presseamt schweres Geschütz auf, wenn es mitteilt, „der bereits jetzt eingetretene Imageschaden könne zu finanziellen Einbußen führen“…. „Dabei geht es in erster Linie nicht um wirtschaftliche Verluste, sondern vor allem um die Sicherung der Arbeitsplätze am Schlachthof.“
»Die Heftigkeit dieser Aussage lässt vermuten, dass wir da in ein Wespennest gestochen haben«, sagt Redler. Sie weise die »latente Unterstellung«, ihre Fraktion wolle dem Image des Schlachthofes schaden oder gar Arbeitsplätze gefährden, »entschieden zurück«. Vielmehr betone sie ein weiteres Mal, dass »die wichtigste Aufgabe des Stadtrates die Kontrolle der Verwaltung ist. … Wenn Bürger/innen an uns herantreten mit konkreten Fragen, sehen wir es als Pflicht an, tätig zu werden.« Man habe insgesamt sechs Fragen gestellt, wobei sich und nur eine auf eventuelle Tierschutzgesetz-Verstöße bezieht.
Redler betont, »dass Fragen gestellt und keine Behauptungen aufgetan wurden«. Das wichtigste Anliegen dieses Antrags sei nach wie vor, »die Befürchtung auszuräumen, dass ähnlich wie in anderen Bereichen verwaltungsinterne Abwägungen durchgeführt und Fakten geschaffen werden, »die dann dem Stadtrat mit Zeitdruck präsentiert werden, um eine gewünschte Entscheidung zu erhalten«,
In der Anfrage der CSU-BA-Fraktion wurde von »gewissen Missständen« im Schlachthof in der jüngeren Vergangenheit gesprochen, die zu Fragen geführt haben, etwa, ob die Fa. Tönnies bei den Überlegungen zur Rechtsformänderung bereits involviert sei, wohin bislang die Gewerbesteuereinnahmen aus dem Bamberger Schlachthof fließen, wie sich die von der Bundesregierung beabsichtigte Abschaffung von Werkverträgen für den Schlachthofbetreiber auswirke. »Wir bekennen uns dabei nachdrücklich zum Tierschutz und zum Wohl der Beschäftigten«, betont Redler leidenschaftlich.
In der PM heißt es, dass dem Stadtrat voraussichtlich im Oktober ein Entscheidungsvorschlag vorgelegt wird. Ziel sei die nachhaltige und langfristige Sicherstellung eines regional verankerten Schlachtbetriebes in Bamberg.
29.9.20 Bilder: webzet. Hinweis: Die webzet-blog ist unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar. Zu dem Artikel äußern können Sie sich anhand der Kommentarfunktion unten. Die Kommentare werden nach einer Überprüfung gemäß der Richtlinien für Kommentare (s. unten) freigeschaltet.

Kommentare   
+17 # Bamberger 2020-09-29 14:38
Wie oft hat sich die CSU im Stadtrat eigentlich in den letzten 30 Jahren Sorgen um das Tierwohl im Bamberger Schlachthof gemacht?
Ich meine, man hatte ja genug Zeit dort etwas an den Zuständen zu ändern...
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+14 # Dorothea 2020-09-29 15:47
Man hat so den Eindruck, dass ein sachliches Gespräch zur Absicht, den Schlachthof als GmbH zu betreiben, nicht geführt werden soll. Die CSU bleibt dabei bemerkenswert am Ball, das ist natürlich auch für Herrn Felix völlig ungewohnt. Hoffentlich bleibt das so, wie Frau Redler das sagt: »Die wichtigste Aufgabe des Stadtrates ist die Kontrolle der Verwaltung. … Wenn Bürger/innen an uns herantreten mit konkreten Fragen, sehen wir es als Pflicht an, tätig zu werden.«
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+13 # CFRA2 2020-09-29 15:53
Das ganze Grund ist doch nur, daß die Rot/Rot/Grünen mit ihrem veganen Vorstellungen die Bamberger umerziehen und somit den Bamberger Schlachthof abzuschaffen wollen.
Aber ich esse mein täglich Fleisch weiter und lebe nach dem Motto: Wenn es kein Fleisch mehr gibt, essen wir Veganer!
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+18 # Bergradfahrer 2020-09-30 08:29
Wo sind denn je die Verhältnisse durch eine Privatisierung besser geworden?
Bahn? Post?
Beide, sowohl Kunden als auch Beschäftigte haben stets ausschließlich Nachteile erlitten. Also wem soll die Privatisierung nutzen?
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+11 # supi 2020-09-30 12:31
.........dem felix vlt ???????????
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+12 # Clavius1970 2020-09-30 14:46
Bei der Post und der Bahn geht man davon aus daß noch bis 2040 Beamte und Angestellte der ehemaligen Staatsbetrieben bei Nachfolgeunternehmen beschäftigt sind. Dies führte durch neu hinzugekommene Arbeitnehmer zu einer Zweiklassengesellschaft mit Motivationsproblemen durch unterschiedliche Entlohnungsmodelle. Bei der Energieversorgung war es ähnlich.
Zur Frage wem Privatisierung nutzt?
Vorständen, Aufsichtsräten etc. die sich meist aus Politikern aller Parteien rekrutieren.
Und natürlich dem "Markt" und den "Börsen" die Alles regeln.
Nur nicht zum Nutzen der Mehrzahl der Bürger.
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+7 # Bergradfahrer 2020-10-01 08:16
Am verbeamteten Postboten und Lokführer oder Gleisbauer im Staatsdienst war nichts verkehrt. Der Dienst war gewährleistet, latürnich muss der Staat die Beamten auch im Ruhestand alimentieren, aber der Nutzen war schon groß. Die Post kam an sechs Tagen pro Woche, die Bahn fuhr auch bei Schnee oder Hitze...
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+4 # Clavius1970 2020-10-01 14:32
Das ist auch vollkommen richtig, mein Eintrag richtet sich nur gegen die, ich nenne es mal, Pseudoprivatisierung zum Zwecke der Sozialisierung von Verlusten und Privatisierung von Gewinnen.
Auch wird beim Beamtenbashing auch gerne vergessen dass es auch niedrige Besoldungsstufen gibt.
Ob natürlich die heutige Beamtengeneration noch das Pflichtbewußtsein der alten Postler, Fernmelder und Eisenbahner hätte, wissen wir alle nicht.
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+12 # Matthias Alt 2020-10-01 20:29
Sollte der Schlachthof privat weiter geführt werden sind einige hundert Arbeitsplätze gefährdet. Der Schlachthof muss in der Hand der Stadt bleiben. Ein Tönnies kann ja schlachten , aber nur als Kunde. Viele Metzger schlachten nicht mehr daheim weil extra ein Schlachtraum gebaut werden muss ( EU Recht)! Die ständig wechselden Vorschriften gehen bei den Kollegen an die Substanz. Die Regionalität geht auf Dauer verloren, helfen kann hier nur der Stadtrat indem er die Hand über dem Schlachthof hält ! Wenn hier den großen der Weg frei gemacht wird, wird unser Handwerk bald sterben, wer trägt dafür die Verantwortung. Eine NAMENTLICHE Abstimmung über den Verlauf wie es mit dem Schlachthof weitergeht ist hier bestimmt angebracht, wissen wir Metzger dann wie der Rat zum Handwerk steht !
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Däs is doch scho längsd nai di Binsn ganga. Das ist doch schon längst in die Binsen gegangen (=gescheitert).

Binsn|woähaid:   Binsenwahrheit. 

Doo hod sich widdä amol a olda Binsnwoähaid bäwoähaid. Da hat sich wieder einmal eine alte Binsenwahrheit bewahrheitet.

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Dsu, rudsch a bissäla, donn bass i aa nuch noo! Geh zu, rutsch ein wenig (auf), dann pass ich auch noch hin.

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Nimm di fai voä dera oldn Bissgurn in Ochd! Nimm dich (fai = unübersetztbares Füllsel) vor der alten Bissgurken in Acht.

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Däs schdedd scho in dä Biwl gschriem. Das steht schon in der Bibel geschrieben.

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bläa, bleea:   blähen. 

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