Auf einen guten Tag

 

Eine Wende beginnt niemals in der Zukunft, sondern immer nur hier und jetzt.

unbekannt

 

 

Nachträgliche Kommentare:


Stadtmensch zu Absturz der Gewerbesteuer (5)
 

 

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Vereine und Institutionen

für soziale Aufgaben

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Tel. 112 = Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst -
Tel. 116 117 = ärztlicher Bereitschaftsdienst

Tel. 7002070 = Bamberger Bereitschaftspraxis Buger Straße 80

Apotheken-Notdienst

Tel. 110 = Notfall-Ruf Polizei - Weitere wichtige Notrufnummern der Integrierten Rettungsleitstelle Bamberg-Forchheim

Defibrillatoren-Standorte 

 

Weitere Hilfe:
Telefonseelsorge: 0800/1110111 und 1110222
Frauenhaus Bamberg: 0951/58280
Hospizverein Bamberg: 0951/955070
Weißer Ring Bamberg: 0151/55164640

 

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

B 18
Bagg: Pack.
Bagg schleechd si, Bagg vädreechd si. Pack schägt sich, Pack verträgt sich.

-

Bägg, Bäggä: Bäcker.
Laaf amol naufm Bägg, di Schdolln müssädn fäddich sai! Geh´(lauf) mal zum Bäcker, die Stollen müssten fertig sein.

-

Baggäla,Brängäla: Kruste am gebratenen Schweinebauch.
Du kosd doch ned blos di Brängäla roofrässn! Du kannst doch nicht bloß die Kruste (runter)essen.

-

Baggärai: Packerei.
A weng väraisn is scho schöö, obbä immä di Baggärai. (Ein wenig) verreisen ist schon schön, aber immer die Packerei.
Forts.

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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

 

B 18
Bagg: Pack.
Bagg schleechd si, Bagg vädreechd si. Pack schägt sich, Pack verträgt sich.

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Bägg, Bäggä: Bäcker.
Laaf amol naufm Bägg, di Schdolln müssädn fäddich sai! Geh´(lauf) mal zum Bäcker, die Stollen müssten fertig sein.

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Baggäla,Brängäla: Kruste am gebratenen Schweinebauch.
Du kosd doch ned blos di Brängäla roofrässn! Du kannst doch nicht bloß die Kruste (runter)essen.

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Baggärai: Packerei.
A weng väraisn is scho schöö, obbä immä di Baggärai. (Ein wenig) verreisen ist schon schön, aber immer die Packerei.
Forts.

B 17

bäduuchd: betucht. reich.
Di sän scho vo früä heä bäduuchd. Die sind schon von früher her reich.
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Bagaasch: Bagage. Gepäck, üble Gesellschaft.
Däs is dä a Bagaasch, wuusd doo midgäbrochd hosd. Das ist (schon) eine üble Gesellschaft, die du da mitgebracht hast.
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Bageed, Bageede: Paket(e). Muskeln.
Deä hod dä Bageede droohänga! Der hat vielleicht (Arm-)Muskeln!
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bägeenga: begegnen.
Schuld mä uns wos, wall mä u ns scho widdä bägeenga? Schulden wir uns etwas, weil wir uns schon wieder begegnen? 

B 16
bädsn: petzen. verraten.
Braugsd fai ned immä bädsn! Du musst nicht immer verraten!
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bä|dsoing: bezeugen.
Jawoll, iech kos bädsoing! Ja, ich kann´s bezeugen!
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bä|dsooln: bezahlen.
Däs wäsd mä nu bädsooln! Das wirst du mir jetzt bezahlen (müssen).
Voän Bädsooln is ä kannä. Bezahlen tut er nicht gern.
Öäschd bädsooln, donn kö mä waidäreedn! Erst bezahlen, dann können wir (darüber) weiterreden.
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baduu: par tout; unter allen Umständen.
Eä wolld baduu ned mied. Er wollte par tout nicht/auf keinen Fall mit(kommen).

B 15
bädsich, bädsäd: dicklich, mollig
Oiä Klaana is gands schöö bädsich. Eure Kleine ist ganz schön mollig.

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Badsila: Geld
Dä Obba dud dä a Badsila nai di Schboäkassa. Der Opa tut dir etwas Geld in die Sparkasse.

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Bädsla: kleiner Batzen
Gib mä nuch a Bädsla Graud! Gib mir noch ein bischen/etwas Kraut!

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Badsn: Batzen. dicker Mensch.
An Badsn Dreeg kosd hom! Einen Batzen Dreck kannst haben!
Däs kosd an Badsn Gäld. Das kostet einen Batzen/Haufen Geld.
Is däs a Badsn.Ist der dick.

B 14

badschn: patschen. klatschen, schmatzen.
Di hom goä nimmä aufköäd dsä badschn. Die haben gar nicht mehr aufgehört zu klatschen (Beifall).
Iech hob däs scho hunnädmol gsochd, du sollsd ned so badschn! Ich habe es dir schon hundertmal gesagt, du sollst nicht so schmatzen.

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Badschn: Schimpfwort. Patsche. Niederlage.
Doo hom mä dä a Badschn grichd! Da haben wir eine (herbe) Niederlage hinnehmen müssen.
Woos willn di old Badschn? Was will denn die alte ... 

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bädschn: Hin- und herrennen.
Höäd ändlich auf dsä bädschn! Hört endlich auf (dauernd) hin- und herzurennen.


B 13
Badschä: Schlag, Rausch, Klaps.
Eds hods an Badschä gädoo. Jetzt hat es einen Schlag gegeben.
Deä hod scho widdä sain Badschä. Der hat schon wieder einen Rausch.
Wänn deä kan Badschä hod, waass i aa ned! Wenn der nicht ganz dicht ist, weiß ich auch nicht.
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badschädnoss: patschnass.
Badschädnoss säm mä ookumma. Patschnass sind wir angekommen..
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Badschäla: Patschhand. kleine Hand.
Gib hald än Onggl a Badschäla! Gib dem Onkel dein Händchen.

B 12
Bädsäla: Kosewort. Woos hodn mai Bädsäla? Was hat denn mein ...(Häsle)?
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Bädsä|moggl: junge Schafe, Tannenzapfen. A weng naus di Bädsämoggl gee. Ein wenig hinausgehen zu den Tannzapfen (in den Wald).
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Bädsn: Petze. Du olda Bädsn, du olda! Du alter Petzer, du alter!
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Badsch: Patsch. Klaps. Glai grigsd an Badsch! Gleich bekommst du einen Klaps:

 

B 11

Badsä: Patzer. Fleck, Fehler.
Drai Badsä hob i naikaud bai dä Schrifdlichn. Drei Patzer sind mir bei der Schriftlichen (Prüfung) unterlaufen.

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badsäd, badsich: patzig. frech, klebrig.
Dai Daich is rächd badsäd. Dein Teig ist recht klebrig.

Wä mä fai ned badsäd! Werd´ mir nicht frech.

Bäds, Bädsn: Schaf(e).
Schdinggn dud deä wi a Bäds. Der stinkt wie ein Schaf.

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Bädsä: Schnuller.
Da, hosd dain Bädsä, dass a Ruu is! Da hast du deinen Scnuller, damit (jetzt) Ruhe ist.

 

B 10
Badroon: Patron.
Du schainhailichä Badroon! Du scheinheiliger Patron!

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bädrachdn, Bädrachd: betrachten, Betracht.
Du mussd di amol in Schbiechl bädrachdn. Du musst/solltest dich mal im Spiegel anschauen.
Däs kummd füä miech ned in Bädrachd. Das kommt für mich nicht infrage.
Bädrachdunga: Betrachtungen.
Do kosd daina Bädrachdunga machn. Da kannst du deine Betrachtungen/ ein Bild machen.

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bädrüüng: betrügen.
Du mi fai blos ned bädrüüng, iech sooch däs fai! Betrüg´mich bloß nicht, ich sag` dir´s.

 

B 9

Badii: Partie. Teil.
Bisd aa mid vo dä Badii? Bist du auch mit dabei?
A Badii hob i scho wächgschmissn. Einen Teil davon habe ich schon wegeworfen.

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bädoidn: bedeuten.
Woos solln däs bädoidn? Was soll denn das bedeuten?

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bädoim: betäuben.
Eds ko i mi blos nu bädoim. Jetzt kann ich mich bloß noch betäuben.

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Badrona: Patrone. Flasche.
Däs woä di ledsd Badrona. Das war die letzte Patrone/Flasche.

 

B  8
bädd: badet
Wänn deä sich bädd, schwimmds gandsa Bood. Wenn der sich badet, schwimmt das ganze Bad.

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bäddln: betteln.
Doo nüdsd alläs Biddln un Bäddln näggs. Da nützt alles Bitten und Betteln nichts.

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Bäddlkunni: Schimpfwort (Bettelkunigunde)
Schlaich di, du olda Bäddlkunni! Schleich dich, du alte ...

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Bäddl|vochd: Bettelvogt.
Mid dän oldn Bäddlvochd blamiäsd di, wuusd nookummsd. Mit diesem alten Bettel... blamierst du dich, wo du auch hinkommst.

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Bädailichung: Beteiligung. Anteil.
Loss dä fai dai Bädailichung rausdsooln, sai ned so blööd! Lass dir bloß deine Beteiligung auszahlen, sei nicht so dumm.

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bädiend: bedient.
Iech bi dä bädiend, däs ko i dä soong. Ich bin bedient ( habe die Nase voll), das sage ich dir .

 

B 7

Bädäla, Bedäla: Petersilie.
Deä is doch aa äs Bädäla auf alla Subbm. Der ist doch die Petersilie auf allen Suppen. - Der ist doch überall dabei.

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Badai, Badaia: Partei(en).
Bisd aa bai dä Badai? Bist (du) auch bei der Partei.
Mussd immä dswaa Badaia höän, bävoäsd wos sägsd! (Du) Musst immer zwei Parteien hören, bevor (du) was sagst.

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Badaia|schdraid: Parteienstreit.
Immä deä Badaiaschdraid, des bringd doch niggs! Immer der Parteienstreit, das bringt doch nichts.
badaiisch: parteiisch.

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Baddl, Bardl: Bartholomäus.
Gäll, edsäd wassd, wu dä Baddl sain Mosd hold! Jetzt weißt du, wo der Bartholomäus seinen Most holt. =: Jetzt weißt du, wie's lang geht.

 

B 6

Bäbbm: Ausschlag am Mund, Mund.
Iech glaab, iech griech scho widdä a Bäbbm. Ich glaub, ich bekomme/kriege schon wieder einen Herpes-Ausschlag.
Du wäsd glai aana auf di Bäbbm grieng. Du wirst gleich eine auf den Mund kriegen.

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Babiä, Babirä: Papier(e).
Schäff, iech will maina Babirä! Chef, ich will meine Papiere.

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Badää: Parterre. Erdgeschoss.
Sai froo, dassd in Badää woonsd! Sei froh, dass du Parterre wohnst.

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bä|däbbäd: bedebbert = geschockt, benommen.
Iech bi nu gands bädäbbäd. Ich bin jetzt ganz benommen.
Rächd bädäbbäd draischaua. Recht bedeppert dreinschauen.

 

 

B 5
Babblsubbm: Schimpfwort.
Märgg doch ned auf di old Babblsubbm! Merk doch nicht auf die alte ...

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Babblwassä: Quasselwasser. anregendes Getränk.
A weng a Babblwassä, donn geed iä Goschn. Ein wenig Quasselwasser, dann geht ihr Mundwerk.

-

Babbm: Mund.
Hald di Babbm! Halt den Mund!

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babbm: ohrfeigen, kleben.
Iech babb dä glai aana.
O dera wäd ä babbm blaim. An der (z.B. Frau) wird er kleben bleiben.

 

B 4

bäbbän: erregt äußern.
Doo braugsd goä ned bäbbän, so wäds gämachd. Da brauchtst dich gar nicht aufrzuregen, so wirds gemacht.

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Babbdällä: Pappteller.
Du amol so an Babbdällä heä! Reich ´mal so einen Pappteller her!
-

Babblä, Babblära: Schwätzer(in).

Auf dän oldn Babblä braugsd fai ned höän. Auf diesen alten Schwätzer brauchst du nicht zu hören.

Babbl|oäsch: Schimpfwort.

Bisd du a blöödä Babbloäsch! Bist du ein blöder ...

Babbl|öäschla: Koseform. Kleinkind, das zu sprechen beginnt.

Oiä Klaana is fai scho a rächds Babblöäschla. Euere Kleine ist schon a rechts ...

 

B 3
Babb:
Klebstoff.
Doo braugsd an gschaidn Babb, donn hälds. Da benötigt man einen guten Kleber, dann hält es.
babbäd: pappig. klebrig, ungepflegt.
Di sichd scho so babbäd aus. Die Person sieht schon so ungepflegt aus.

Bagg niggs oo mid daina babbädn Händ! Fass bitte nichts mit deinen klebrigen Händen an!

-

Babbädäggl: Pappdeckel, Pappe. Führerschein.
Hod dä sain Babbädäggl scho widdä? Hat er seinen Führerschein schon wieder?

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Babbäla: Etikett.
Mach nä liebä a Babbäla drauf, däs ko niggs schoodn! Mach lieber ein Etikett darauf, das kann nicht schaden!

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bä|armd: Arm in Arm.
Bäarmd sän si nai di Kärng gäloffm. Arm in Arm sind sie in die Kirche gegangen.

 

B 2

baahard: beinhart.
Äs Flaisch woä baahard, däs hosd ned ässn könna. Das Fleisch war beinhart, man konnte es nicht essen.

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Baala: kleines Bein, kleiner Knochen.
Baala oodsausn. Knöchelchen abzausen.
Hod di dööra Baala! Hat die dürre Beine!

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Baam, Baamä: Baum, Bäume.
Deä geed immä glai än Baam nauf. Der geht immer gleich auf die Palme. 

-

Bää: Stuhlgang.
Mussd an Bää? = Musst du aufs Klo?

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Baa, Bannä: Bein(e).

Däs is noos Baa gschmiäd. = Das ist verloren.
Weechä denna du iech mä fai ka Baa rausraissn. = Wegen dieser Leute reiße ich mir kein Bein heraus.
An Baa machn. Einem Beine machen
Auf an Baa schdeed mä ned.= Auf einem Bein steht man nicht.

Baadsi: Schlawiner.
Däs is dä a oldä Baadsi! = Das ist ein alter Schlawiner.

-

baadsn: beizen. gut durchziehen.
Dä aigschniddn Kees muss schöö baadsn. = Der eingeschnittene Käse muss schön durchziehen.

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awall: einstweilen

Fangd awall oo, iech kumm glai!
Fangt einstweilen an, ich komme gleich!

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Awäsion: Aversion, Ablehnung
Iech waass, du hosd a Awäsion geechä mä.
Iech weiß, dass du mich nicht magst.

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äworm: erworben
Hosd däs Grundschdügg äworm?
Hast du das Grundstück erworben?

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äwüschd: erwischt, ertappt
Dän hon si bain Schdraang äwüschd.
Den hat man beim Stehlen erwischt.

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Ausgschloofm? - Na, nä blos aufköäd.

Ausgeschlafen? - Nein, nur aufgehört. (Bamberger Redensart)
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ausschwenggn: ausschwenken, ausspülen
Mai Gloos fai a weng ausschwenggn!
Mein Glas bitte etwas ausspülen!
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Auswädicha: Auswärtige, Gäste
Reed hald doidsch, däs väschdenn doch di Auswädichn ned!
Rede halt deutsch, sonst verstehen dich die Gäste nicht!
-
auwaia, auweela: au weh
Auwaia, däs kosd a Schmidsn! Au weh, das kostet eine schöne Summe!
Auweela, kumm nä hoid haam!
Au weh, komm nur heute heim, da gibt es was!

--

Si woä dä aussä si, so hob i si noonich däläbd.
aussä si sai: außer sich sein
Sie war außer sich, wie ich sie noch nie erlebt habe.
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An bis aufn Hemäd aussaung.
aussaung: aussaugen, ausnützen
Einen bis auf das Hemd aussaugen.
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Eds hob i öäschd mai Klaana dsä dä Kommion ausschdaffiäd, wuu sollsn heäkumma.
ausschdaffiän: ausstaffieren, neu einkleiden 
Jetzt habe ich erst meine Tochter zur Kommunion neu eingekleidet, wo soll denn das Geld herkommen.

-

Di Subbm kosd sälwä auslöffln.

auslöffln: auslöffeln
Diese Suppe kannst du selbst auslöffeln. (Aus der Sache musst du selbst herauskommen.)

-
Deä hod niggs Gschaids in dä Auslooch.
Auslooch
: Auslage, Schaufenster
Dieses Geschäft hat nichts im Schaufenster, was mir gefällt.
-
ausneema
: ausnehmen
Weä dud deäs dänn ausneema?
Wer nimmt dir denn bspw. das Geflügel aus?
-
Dän oldn Fragg däfsd amol ausranschiän.
ausranschiän: 
ausrangieren, ablegen
Dieses alte Sakko darfst du mal ablegen.

-

Auskängd sän si!
auskängd = ausgehängt, aufgeboten
Ihr Aufgebot ist ausgehängt.(Eheschließung)
.
Di Dällä brauch dä fai ned ausläggn.
ausläggn = auslecken
Die Teller müsst ihr nicht auslecken.
.
Dus hald ned auslaiän, däs hob i mä doch öäschd kaffd!
auslaiän = ausleiern
Bitte nicht ausleiern, das ist neu gekauft!

-

Doo wäsd widdä wos ausgfrässn hom.

ausgfrässn = ausgefressen
Da wirst du wieder etwas ausgefressen haben. (= angestellt haben)
.
Wi ausgschdorm sichds bai denna aus.
ausgschdorm = ausgestorben
Wie ausgestorben sieht es bei denen aus.
.
Vo dera neugierichn Kuni däfsd di fai ned ausgwädschn lossn.
ausgwädschn = ausquetschen, ausfragen
Von dieser neugierigen Frau darfst du dich nicht ausfragen lassen.

Iech glaab, mei Klana brüüd wos aus.
ausbrüüdn ( = ausbrüten, krank werden, aushecken, ausdenken)
Ich glaube, meine Kleine wird krank.
-
Dän sei Goschn müssäd scho längsd ausgfransd sei, so vill wi deä red.
ausfransn (= ausfransen)
Sein Mundwerk müsste schon längst ausgefranzt sein, so viel wie der redet.
-
Däs is a Ausgäbichdä, dän haud ned so schnäll awos um.
ausäbichd (=(Holzfässer wurden gepicht, abgedichtet)
Das ist ein harter Typ, den wirft nicht so schnell etwas um.

-

Mid dä Dsaid dud alläs aufwaing, obbä mä muss di oldn Broich ähaldn.
aufwaing = aufweichen
Im Lauf der Zeit verschwinden alte Bräuche, die es zu erhalten gilt.
-
Des wäd scho weng Schdaab aufwärbln.
aufwärbln = aufwirbeln
Das wird schon etwas Staub aufwirbeln.

-
Benno, olda Schloofkabbm, schdee auf, es sin scho Gäst dsän Früüschobbm doo! 
aufschdee  = aufstehen 
Benno, alte Schlafmütze, steh auf, es sind schon Gäste zum Frühschoppen da!

-

 

Sai noia Hoosn schlaafd auf, di is dsä long,doo köäd a weng obgänumma.

aufschlaafm  = aufschleifen
Seine neue Hose schleift auf, die ist zu lang, da gehört ein Stück abgenommen.
-
Di hom dä aufschwadriäd!aufschwadriän  = angeben, auffahren lassen
Die haben vielleicht auffahren lassen!

 

Di dswaa Brüüdä hom dä aufgämöädld!

aufmöädln  = angeben
Die zwei Brüder haben mordsmäßig angegeben.
-
Dai Buudn däfsd aa widdä amoll aufraama.

aufraama  = aufräumen
Dein Zimmer müsstest du auch wieder mal aufräumen.
-
Den sai Olda reechd sich aa bai an jeedn Schiess auf.

aufreeng  = aufregen
Seine Frau regt sich auch bei jeder Kleinigkeit auf.

-

Wenn dä sowos bassiäd, kosd di glai aufhänga.

aufhänga ( = aufhängen)

Wenn dir so etwas widerfährt, kannst du dich gleich aufhängen.

Du lässd dä aa a jeeds Bösdla aufholsn!

aufholsn ( = aufhalsen)

Du lässt dir auch jeden Posten aufhalsen!

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Deä Säbbä hod sich dä aufgämandld!

aufmandln (= sich aufregen, das Wort führen)

Der Sepp hat sich mächtig aufgeregt.

-

Schau noo, deä hod doch an Aufgäwärmdn!

Aufgäwärmdä = Aufgewärmter = Rausch vom Vortag

Schau hin, der hat doch einen Rausch vom Vortag!

-
Di hom dä aufgägrachd!

aufgrachn = aufkrachen, angeben

Das waren vielleicht Angeber!
-
Des is mä dä aufgschdoossn, woos deä gsochd hod.
aufgschdoossn (= aufgestoßen
Das hat mir widerstrebt, was der gesagt hat.
-
Do sän na donn di Aangg scho aufganga.
aufganga = aufgegangen; aufganga = aufgegangen im Sinne plus/minus
Da sind ihm dann die Augen schon aufgegangen. Äs is aufganga. Es wurde alles aufgegessen.
-
Gäll, hosd di aufgäloffm?
aufgäloffm = aufgelaufen, wund gelaufen
Hast dir wohl eine Blase gelaufen?
-
Schau nä noo, wi di sich widdä aufgädonnäd hod!
aufdonnän = aufdonnern, sehr herausgeputzt
Schau hin, wie die sich wieder aufgedonnert hat!
-
Neema mä di Rolldräbbm oddä dän Aufdsuuch?
Aufdsuuch = Aufzug

Nehmen wir die Rolltreppe oder den Aufzug?
In dänn Aufdsuuch braugsd ned naufm Obäbörchämasda!

In dieser Kleidung brauchst du nicht beim Oberbürgermeister vorstellig werden!
-
Doo hom mä dä wos aufgädsoong!
aufdsieng = aufziehen, erziehen, hänseln
Da haben wir etwas aufgezogen!
Mid diä wä i andära Seidn aufdsieng.

In deiner Erziehung muss sich einiges ändern.
Dän hom si dä wos aufgädsoong.

Den haben sie sehr oft gehänselt.
-
Du Bügsla, braugsd di goä ned so aufdsäböäschdn, diä geem mä scho hälf!
aufböäschdn = aufbürsten, auflehnen, sich lauthals erregen
Du freches Mädchen, brauchst dich gar nicht so aufzulehnen, dir sagen wir schon, was Sache ist!
-
Is ä nuch aufgäbooäd?
aufbooän = aufbahren
Ist er noch aufgebahrt?
-
Di hom dä aufgädöbäd wi di Värrüggdn.
aufdöbän = herumtoben
Die haben sich aufgeführt wie die Verrückten.
-
Däs is a Aschichdichä, däs sigsd scho vo waidn.
Aschichdich(a)ä = Einschichtige(r), Junggesell(e)in
Das ist ein Junggeselle, das sieht man schon weitem.
-
Ässn sis wissn, däs geed innäna goä niggs oo!
Ässn sis wissn = Damit Sie es wissen!
Damit Sie es wissen, das geht Sie gar nichts an!
-
Sooch äras nä!
ära, äras = ihr, ihr es, welche
Sag es ihr ausdrücklich!
Hobd ära?

Habt ihr welche? (z.B. Rettiche)
-
Wänn ä nä a Ärwäd finnäd!
Ärbäd, Ärwäd = Arbeit
Wenn er wenigstens eine Arbeit finden würde.
-
Wosd di nä so äschäffiäsd, di mächd sowieso, wos si mooch!
äschäffiän = echauffieren, sich aufregen
Warum regst du dich so auf, die macht sowieso, was sie mag.
-
Däs ko iech äna ned vädsaia.
äna = wörtl. ihnen
Das kann ich ihnen nicht verzeihen.
-
A anäschmol widdä, deed mi froia.
anäschmol, andäschmol = wörtl. ein anderes Mal
Es würde mich freuen, wenn wir uns ein anderes Mal wiedersehen.
-
Andivi woä dä dsoäd!
Andivi = wörtl. Endivie
Der Endiviensalat war so was von zart.
-
Alläwall rängds nuch.
alläwall, allawall = wörtl. alleweil, immer noch
Es regnet immer noch.

-
Alsglaing iech weä droo schuld.
alsglaing = wörtl. gleichsam, wie, als ob
Gleichsam ich wäre schuld.
-
Amend hob i äs Solds vägässn.
amend = wörtl. am Ende, zu guter Letzt; übertragen: vielleicht
Zu guter Letzt habe ich das Salz vergessen.

-
Alaa mooch i ned noo.

alaa, alaans = wörtl. allein, nur

Allein mag ich nicht hingehen.
Alaa weechän Gäld is ja ned.
Nur wegen dem Geld ist es ja nicht.
-
Braugsd di goä ned dsä aldäriän!
aldäriän = wörtl. alterieren, sich ärgern, aufregen
Brauchst dich gar nicht aufzuregen!
-
Geesd aa mied? - Allämol.
allämoll = wörtl. allemal, auf jeden Fall
Gehst du auch mit? - Auf jeden Fall.
-
Eä dud si hald niggs wi aisoia, bain Ässn.
aisoia = wörtl. beschmutzen
Er bekleckert sich immer wieder beim Essen.
-
Eds hom si den Kunnä aa scho aigsorchd.
aisorng = wörtl. einsargen
Jetzt ist der Konrad auch schon unter der Erde.
-
Dusd Wäsch aiwaang?

aiwaing, aiwaang = wörtl. einweichen

Weichst du Wäsche ein?
Druggns Brood a weng aiwaang.
Trockenes Brot etwas einweichen (meist im Kaffee)
-
Den hob i dä aana aigschänggd, di woä gsässn.
aischänggn = wörtl. einschenken, verabreichen
Dem habe ich eine verabreicht, die hat gesessen.
-
Mä däfäd schiä a weng aischüän.
aischüän = wörtl. einschüren, einheizen
Man dürfte direkt ein bisschen einheizen.
-
Bai den sain Voädrooch wär i bal aigschloofm, wenn mai Fraa mi ned immä widdä nai di Seidn kaud hädd.
aischloofm = wörtl. einschlafen
Bei seinem Vortrag wäre ich bald eingeschlafen, wenn mich meine Frau nicht immer wieder in die Seite gestoßen hätte.
-
Däs kosd dä airooma.
airooma = wörtl. einrahmen; hier: merken
Das kannst du dir merken.
-
Di höd mi dä aigsaafd!
aisaafm = wörtl. einseifen; hier: eingeredet
Die hat auf mich eingeredet.
-
Des Röggla du i a weng aisaama.
aisaama = wörtl. einsäumen
Das Röckchen werde ich ein wenig einsäumen > (taugt noch)
-
Weä isn doo dä Aingdüümä?
Aingdüümä = wörtl Eigentümer
Wer ist denn in dem Fall der Eigentümer?
-
Mussd di hald a weng airaim.
airaim = wörtl einreiben
Du solltest dich damit einreiben.
-
Wenn däs aa ned hilfd, däfsd widdä dsu dä Airänggära.
Airänggära = wörtl Einrenkerin
Wenn auch das nicht hilft, musst du zur Einrenkerin.
-

Eä is ka aimfochä Mänsch.
aimfoch = wörtl. einfach (leicht zu nehmender Mensch)
Er ist kein einfacher Mensch.
-
Braugsd di goä ned aimüschn!
aimüschn = wörtl. einmischen
Du brauchst dich gar nicht einzumischen!
-
Dän sai Kuni is ja so wos vo aing, däs gibds goä ned.
aing = wörtl. eigen (eigenes, besonderes Verhalten)
Seine Kunigunde ist dermaßen eigen, das kannst du dir nicht vorstellen.
-
Äs is ned di Wäld aiganga.
aiganga = wörtl. eingegangen, z.B. bei einer Sammlung
Es ist wenig eingegangen.
-
Hosd wos dsän Aileeng nain Glinglboidl?
aileeng = wörtl. einlegen
Hast du etwas zum Einlegen in den Klingelbeutel?
-
Däs is mai Aimfoäd, doo hod si kannä hiidsäschdälln!
Aimfoäd = wörtl. Einfahrt
Das ist meine Einfahrt, da hat sich keiner hinzustellen!
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Di hom dä widdä aikaimsd.
aihamsn, aihaimsn = wörtl. einheimsen, ansammeln, ergattern
Die haben wieder viel ergattert.
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Obbä a weng aikeän dom scho aa!
aikeän = wörtl einkehren
Aber einkehren tun wir schon!
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Däs mussd aikloong, doo bläbd dä iggs anäsch übrich.

aikloong = wörtl. einklagen
Das musst du einklagen, da bleibt dir nichts anderes übrig.
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Hosd di a weng aigschdabd?
aigschdabd = wörtl. Eingestaubt
Hast du dich ein bisschen schmutzig gemacht?
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Di hom si gands schöö bai uns aigwadiäd.
aigwadiän = wörtl. einquartieren
Die haben sich bei uns ganz schön breitgemacht.
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Dä Schbrooch nooch is ä aa ka Aihaimischä.
Aihaimischä = wörtl. Einheimischer
Der Sprache nach ist er kein Einheimischer.
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A Risiggo aigee.
aigee = wörtl eingehen, absterben, begreifen
Ein Risiko eingehen.
Di Wäsch is aiganga.
Die Wäsche ist eingegangen.
Doo geesd ja ai voä Hids.
Da geht man ja ein vor Hitze.
Doo bi i dä aiganga.
Da bin ich aber eingegangen.
Des will na ned aigee.
Das will er nicht begreifen.
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Bai dän sain Voädrooch bi i a wengla aigägnabbd.
aignabbm = wörtl. einnicken
Bei seinem Vortrag bin ich etwas eingenickt.
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Doo däfsd fai aigraifm.
aigraifm = wörtl. Eingreifen
Da musst du eingreifen.

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Hoänla nain Kaffee aidunggn.
aidunggn = wörtl. eintunken
Hörnchen in den Kaffee eintunken.
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Si hod hald äs Aidaaln nii gälännd.
Aidaaln = wörtl. einteilen, hier: Haushaltsgeld
Sie hat halt das Einteilen nie gelernt.
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Kaum woä i in Deadä köggd, bin i aigäduusld.
aiduusln = wörtl. einduseln = eingeschlafen
Kaum war ich im Theater gesessen, bin ich eingeduselt.
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Mid wos düngsdn? - No, mid dsäriema Aiäschooln.
Aiäschooln = wörtl. Eierschalen
Womit düngst du denn? - Na, mit zerriebenen Eierschalen.
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A weng a Aibrännla köäd scho noo.
Aibränn, Aibrännla = wörtl. Einbrenne = Mehlschwitze
Eine kleine Mehlschwitze gehört schon hinein.
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Doo hosd dä wos aigäbroggd.
aibroggn = wörtl. einbrocken = einhandeln
Da hast du dir etwas eingehandelt.
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Doo ko i ja glai nai di Abodeech.
Abodeech = wörtl. Apotheke
Da kann ich ja gleich in die Apotheke. Hier: wenn etwas recht teuer erscheint!
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Donn is ä mä ächäd kumma.
ächäd = krumm, verkehrt
Dann ist er mir krumm gekommen.
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Schau nä, wi si widdä achln!
achln = hineinhauen, gierig essen
Schau nur, wie sie wieder reinhauen!
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No, des weä mer fei ned aanälai!
aanälai = wörtl. einerlei
Nein, das wäre mir wirklich nicht einerlei!
-
Unsä Bamberch is scho aandsichoädich!
aandsichoädich = wörtl. einzigartig
Unser Bamberg ist schon einzigartig!

Es is dä vällaichd a Äbbäla!
Äbbäla = wörtl. lächerlicher Typ 
Das ist vielleicht ein lächerlicher Typ!
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Wi di Aasgaiä hom si si aufn Ässn gschdöädsd.
Aasgaiä = wörtl. Aasgeier = gieriger Mensch
Wie die Aasgeier haben sie sich auf das Essen gestürzt.
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Aana aufs Aach!
Aach, Aang = wörtl. Auge, Augen
Eine (hier: ein Schlag) aufs Auge!
Gäll, doo dreesd di Aang raus! 
Gell, da drehst du die Augen heraus.

Doo sämmä di Aangdäggl roogfalln.
Aangdäggl = wörtl. Augendeckel, Augenlider 
Da sind mir die Augenlider zugefallen.
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Ausgschloofm? - Na, aufköäd!
Ausgschloofm = wörtl. ausgeschlafen
Ausgeschlafen? - Nein, aufgehört (zu schlafen).

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Du na nä rächd deggn, dain Junga, wäsd scho sääng, wosd aufdsiechsd!

aufdsiechsd = wörtl. aufziehen

Tu ihn nur decken/schützen, deinen Jungen, wirst schon sehen, was (du) da aufziehst.

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Schnidsl hods geem so grooss wi Aboäddeggl!
Aboäddeggl = wörtl. Abortdeckel
Schnitzel hat es gegeben so groß wie ein Abortdeckel.
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Däs is dä aanä!
aanä = wörtl. einer
Das ist vielleicht einer!
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Aans hods gsochd, obbä maansd, iech wüssäd nuch weä!
aans = wörtl. Eine Person)
Eine/r hat es gesagt, aber meinst, ich wüsste noch wer!
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Ieä oldä iss widdä aggdiv said ä sai Rendn hod.
aggdiv = wörtl. aktiv
Ihr Alter ist wieder aktiv, seid er sene Rente bekommt / in Rente ist.
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Sän Si aa a aigflaischdä Bamberchä?
aigflaischdä = wörtl. eingefleischter, echter
Sind Sie auch ein echter Bamberger?
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No, däs is a Aismbäraifdä, deä ko Raissneechl frässn aa.
Aismbäraifdä = wörtl. Eisenbereifter = harter Typ
Na, das ist ein harter Typ, der kann auch Reisnägel fressen.
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Aamä is voll!
Aamä = wörtl. Eimer
Der Eimer ist voll!
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Iech griech an Amägaanä, doo hom mä ra gänuch!
Amägaanä = wörtl. Amerikaner
Ich bekomme einen Amerikaner, da haben wir genug davon.
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Deä hod dä drümmä Aangbreema!
Aangbreema = wörtl. Augenbrauen
Der hat aber große Augenbrauen!
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Däs sigsd doch scho vo waidn, dass däs a Aaschichdichä is, wi ä doheäkummd!
Aaschichdichä = wörtl. Einschichtiger = Single
Das sieht du doch schon von Weitem, dass das ein Single ist, wie der schon daherkommt!
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Dera Ausdroochära, wännsd däs sechsd, waass morng di gands Schdodd!
Ausdroochära = wörtl. Austragerin = geschwätzige Frau)
Der geschwätzigen Frau wenn du es sagst, weiß es morgen die ganze Stadt.

 
HINWEISE: Das Bamberger Mundart-Alphabet hat aufgrund der besonderen Sprechweise nur 19 Buchstaben:  A B D E F G H I J K L M N O R S U V W – es fehlen C P Q T  X  Y  Z.  Bsp.: Griskindla, Beddäla, Gwaagfrosch, Doldi, X,Y ko' mä sich schenggn, Dsüngla
Die Beispiele sind großen Teils dem von Wolfgang Wußmann verfassten „Bamberger Wörterbuch“ entnommen. Erschienen 1998 im Babenberg Verlag GmbH, Bamberg - ISBN 3-933469-01-5. Die vorliegende Bearbeitung stammt ebenfalls wesentlich von Wolfgang Wußmann.
Kommentare   
+6 # Herbert K. 2017-12-30 10:07
Interessant zu lesen, obbä sprechn dud heud kannä meä so. Vom Lesen her verstehe ich aber fast noch alles.
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