Auf einen guten Tag

 

Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete verändern die Menschen uns Menschen ändern die Welt.

Albert Schweitzer

 

 

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Vereine und Institutionen

für soziale Aufgaben

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Notrufe!
Tel. 112 = Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst -
Tel. 116 117 = ärztlicher Bereitschaftsdienst

Tel. 7002070 = Bamberger Bereitschaftspraxis Buger Straße 80

Apotheken-Notdienst

Tel. 110 = Notfall-Ruf Polizei - Weitere wichtige Notrufnummern der Integrierten Rettungsleitstelle Bamberg-Forchheim

Defibrillatoren-Standorte 

 

Weitere Hilfe:
Telefonseelsorge: 0800/1110111 und 1110222
Frauenhaus Bamberg: 0951/58280
Hospizverein Bamberg: 0951/955070
Weißer Ring Bamberg: 0151/55164640

 

 

Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 12
Bädsäla: Kosewort. Woos hodn mai Bädsäla? Was hat denn mein ...(Häsle)?
-
Bädsä|moggl: junge Schafe, Tannenzapfen. A weng naus di Bädsämoggl gee. Ein wenig hinausgehen zu den Tannzapfen (in den Wald).
-
Bädsn: Petze. Du olda Bädsn, du olda! Du alter Petzer, du alter!
-
Badsch: Patsch. Klaps. Glai grigsd an Badsch! Gleich bekommst du einen Klaps:
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Bamberchä Deutsch

 

Redensarten und Redeweisen

B 12
Bädsäla: Kosewort. Woos hodn mai Bädsäla? Was hat denn mein ...(Häsle)?
-
Bädsä|moggl: junge Schafe, Tannenzapfen. A weng naus di Bädsämoggl gee. Ein wenig hinausgehen zu den Tannzapfen (in den Wald).
-
Bädsn: Petze. Du olda Bädsn, du olda! Du alter Petzer, du alter!
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Badsch: Patsch. Klaps. Glai grigsd an Badsch! Gleich bekommst du einen Klaps:

 Forts.

B 11

Badsä: Patzer. Fleck, Fehler.
Drai Badsä hob i naikaud bai dä Schrifdlichn. Drei Patzer sind mir bei der Schriftlichen (Prüfung) unterlaufen.

-

badsäd, badsich: patzig. frech, klebrig.
Dai Daich is rächd badsäd. Dein Teig ist recht klebrig.

Wä mä fai ned badsäd! Werd´ mir nicht frech.

Bäds, Bädsn: Schaf(e).
Schdinggn dud deä wi a Bäds. Der stinkt wie ein Schaf.

-

Bädsä: Schnuller.
Da, hosd dain Bädsä, dass a Ruu is! Da hast du deinen Scnuller, damit (jetzt) Ruhe ist.

 

B 10
Badroon: Patron.
Du schainhailichä Badroon! Du scheinheiliger Patron!

-

bädrachdn, Bädrachd: betrachten, Betracht.
Du mussd di amol in Schbiechl bädrachdn. Du musst/solltest dich mal im Spiegel anschauen.
Däs kummd füä miech ned in Bädrachd. Das kommt für mich nicht infrage.
Bädrachdunga: Betrachtungen.
Do kosd daina Bädrachdunga machn. Da kannst du deine Betrachtungen/ ein Bild machen.

-

bädrüüng: betrügen.
Du mi fai blos ned bädrüüng, iech sooch däs fai! Betrüg´mich bloß nicht, ich sag` dir´s.

 

B 9

Badii: Partie. Teil.
Bisd aa mid vo dä Badii? Bist du auch mit dabei?
A Badii hob i scho wächgschmissn. Einen Teil davon habe ich schon wegeworfen.

-

bädoidn: bedeuten.
Woos solln däs bädoidn? Was soll denn das bedeuten?

-

bädoim: betäuben.
Eds ko i mi blos nu bädoim. Jetzt kann ich mich bloß noch betäuben.

-

Badrona: Patrone. Flasche.
Däs woä di ledsd Badrona. Das war die letzte Patrone/Flasche.

 

B  8
bädd: badet
Wänn deä sich bädd, schwimmds gandsa Bood. Wenn der sich badet, schwimmt das ganze Bad.

-
bäddln: betteln.
Doo nüdsd alläs Biddln un Bäddln näggs. Da nützt alles Bitten und Betteln nichts.

-
Bäddlkunni: Schimpfwort (Bettelkunigunde)
Schlaich di, du olda Bäddlkunni! Schleich dich, du alte ...

-
Bäddl|vochd: Bettelvogt.
Mid dän oldn Bäddlvochd blamiäsd di, wuusd nookummsd. Mit diesem alten Bettel... blamierst du dich, wo du auch hinkommst.

-
Bädailichung: Beteiligung. Anteil.
Loss dä fai dai Bädailichung rausdsooln, sai ned so blööd! Lass dir bloß deine Beteiligung auszahlen, sei nicht so dumm.

-
bädiend: bedient.
Iech bi dä bädiend, däs ko i dä soong. Ich bin bedient ( habe die Nase voll), das sage ich dir .

 

B 7

Bädäla, Bedäla: Petersilie.
Deä is doch aa äs Bädäla auf alla Subbm. Der ist doch die Petersilie auf allen Suppen. - Der ist doch überall dabei.

-
Badai, Badaia: Partei(en).
Bisd aa bai dä Badai? Bist (du) auch bei der Partei.
Mussd immä dswaa Badaia höän, bävoäsd wos sägsd! (Du) Musst immer zwei Parteien hören, bevor (du) was sagst.

-
Badaia|schdraid: Parteienstreit.
Immä deä Badaiaschdraid, des bringd doch niggs! Immer der Parteienstreit, das bringt doch nichts.
badaiisch: parteiisch.

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Baddl, Bardl: Bartholomäus.
Gäll, edsäd wassd, wu dä Baddl sain Mosd hold! Jetzt weißt du, wo der Bartholomäus seinen Most holt. =: Jetzt weißt du, wie's lang geht.

 

B 6

Bäbbm: Ausschlag am Mund, Mund.
Iech glaab, iech griech scho widdä a Bäbbm. Ich glaub, ich bekomme/kriege schon wieder einen Herpes-Ausschlag.
Du wäsd glai aana auf di Bäbbm grieng. Du wirst gleich eine auf den Mund kriegen.

-
Babiä, Babirä: Papier(e).
Schäff, iech will maina Babirä! Chef, ich will meine Papiere.

-

Badää: Parterre. Erdgeschoss.
Sai froo, dassd in Badää woonsd! Sei froh, dass du Parterre wohnst.

-

bä|däbbäd: bedebbert = geschockt, benommen.
Iech bi nu gands bädäbbäd. Ich bin jetzt ganz benommen.
Rächd bädäbbäd draischaua. Recht bedeppert dreinschauen.

 

 

B 5
Babblsubbm: Schimpfwort.
Märgg doch ned auf di old Babblsubbm! Merk doch nicht auf die alte ...

-

Babblwassä: Quasselwasser. anregendes Getränk.
A weng a Babblwassä, donn geed iä Goschn. Ein wenig Quasselwasser, dann geht ihr Mundwerk.

-

Babbm: Mund.
Hald di Babbm! Halt den Mund!

-

babbm: ohrfeigen, kleben.
Iech babb dä glai aana.
O dera wäd ä babbm blaim. An der (z.B. Frau) wird er kleben bleiben.

 

B 4

bäbbän: erregt äußern.
Doo braugsd goä ned bäbbän, so wäds gämachd. Da brauchtst dich gar nicht aufrzuregen, so wirds gemacht.

-

Babbdällä: Pappteller.
Du amol so an Babbdällä heä! Reich ´mal so einen Pappteller her!
-

Babblä, Babblära: Schwätzer(in).

Auf dän oldn Babblä braugsd fai ned höän. Auf diesen alten Schwätzer brauchst du nicht zu hören.

Babbl|oäsch: Schimpfwort.

Bisd du a blöödä Babbloäsch! Bist du ein blöder ...

Babbl|öäschla: Koseform. Kleinkind, das zu sprechen beginnt.

Oiä Klaana is fai scho a rächds Babblöäschla. Euere Kleine ist schon a rechts ...

 

B 3
Babb:
Klebstoff.
Doo braugsd an gschaidn Babb, donn hälds. Da benötigt man einen guten Kleber, dann hält es.
babbäd: pappig. klebrig, ungepflegt.
Di sichd scho so babbäd aus. Die Person sieht schon so ungepflegt aus.

Bagg niggs oo mid daina babbädn Händ! Fass bitte nichts mit deinen klebrigen Händen an!

-

Babbädäggl: Pappdeckel, Pappe. Führerschein.
Hod dä sain Babbädäggl scho widdä? Hat er seinen Führerschein schon wieder?

-

Babbäla: Etikett.
Mach nä liebä a Babbäla drauf, däs ko niggs schoodn! Mach lieber ein Etikett darauf, das kann nicht schaden!

-
bä|armd: Arm in Arm.
Bäarmd sän si nai di Kärng gäloffm. Arm in Arm sind sie in die Kirche gegangen.

 

B 2

baahard: beinhart.
Äs Flaisch woä baahard, däs hosd ned ässn könna. Das Fleisch war beinhart, man konnte es nicht essen.

-
Baala: kleines Bein, kleiner Knochen.
Baala oodsausn. Knöchelchen abzausen.
Hod di dööra Baala! Hat die dürre Beine!

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Baam, Baamä: Baum, Bäume.
Deä geed immä glai än Baam nauf. Der geht immer gleich auf die Palme. 

-

Bää: Stuhlgang.
Mussd an Bää? = Musst du aufs Klo?

-

Baa, Bannä: Bein(e).

Däs is noos Baa gschmiäd. = Das ist verloren.
Weechä denna du iech mä fai ka Baa rausraissn. = Wegen dieser Leute reiße ich mir kein Bein heraus.
An Baa machn. Einem Beine machen
Auf an Baa schdeed mä ned.= Auf einem Bein steht man nicht.

Baadsi: Schlawiner.
Däs is dä a oldä Baadsi! = Das ist ein alter Schlawiner.

-

baadsn: beizen. gut durchziehen.
Dä aigschniddn Kees muss schöö baadsn. = Der eingeschnittene Käse muss schön durchziehen.

-

awall: einstweilen

Fangd awall oo, iech kumm glai!
Fangt einstweilen an, ich komme gleich!

-

Awäsion: Aversion, Ablehnung
Iech waass, du hosd a Awäsion geechä mä.
Iech weiß, dass du mich nicht magst.

-

äworm: erworben
Hosd däs Grundschdügg äworm?
Hast du das Grundstück erworben?

-

äwüschd: erwischt, ertappt
Dän hon si bain Schdraang äwüschd.
Den hat man beim Stehlen erwischt.

-

Ausgschloofm? - Na, nä blos aufköäd.

Ausgeschlafen? - Nein, nur aufgehört. (Bamberger Redensart)
-
ausschwenggn: ausschwenken, ausspülen
Mai Gloos fai a weng ausschwenggn!
Mein Glas bitte etwas ausspülen!
-
Auswädicha: Auswärtige, Gäste
Reed hald doidsch, däs väschdenn doch di Auswädichn ned!
Rede halt deutsch, sonst verstehen dich die Gäste nicht!
-
auwaia, auweela: au weh
Auwaia, däs kosd a Schmidsn! Au weh, das kostet eine schöne Summe!
Auweela, kumm nä hoid haam!
Au weh, komm nur heute heim, da gibt es was!

--

Si woä dä aussä si, so hob i si noonich däläbd.
aussä si sai: außer sich sein
Sie war außer sich, wie ich sie noch nie erlebt habe.
-
An bis aufn Hemäd aussaung.
aussaung: aussaugen, ausnützen
Einen bis auf das Hemd aussaugen.
-
Eds hob i öäschd mai Klaana dsä dä Kommion ausschdaffiäd, wuu sollsn heäkumma.
ausschdaffiän: ausstaffieren, neu einkleiden 
Jetzt habe ich erst meine Tochter zur Kommunion neu eingekleidet, wo soll denn das Geld herkommen.

-

Di Subbm kosd sälwä auslöffln.

auslöffln: auslöffeln
Diese Suppe kannst du selbst auslöffeln. (Aus der Sache musst du selbst herauskommen.)

-
Deä hod niggs Gschaids in dä Auslooch.
Auslooch
: Auslage, Schaufenster
Dieses Geschäft hat nichts im Schaufenster, was mir gefällt.
-
ausneema
: ausnehmen
Weä dud deäs dänn ausneema?
Wer nimmt dir denn bspw. das Geflügel aus?
-
Dän oldn Fragg däfsd amol ausranschiän.
ausranschiän: 
ausrangieren, ablegen
Dieses alte Sakko darfst du mal ablegen.

-

Auskängd sän si!
auskängd = ausgehängt, aufgeboten
Ihr Aufgebot ist ausgehängt.(Eheschließung)
.
Di Dällä brauch dä fai ned ausläggn.
ausläggn = auslecken
Die Teller müsst ihr nicht auslecken.
.
Dus hald ned auslaiän, däs hob i mä doch öäschd kaffd!
auslaiän = ausleiern
Bitte nicht ausleiern, das ist neu gekauft!

-

Doo wäsd widdä wos ausgfrässn hom.

ausgfrässn = ausgefressen
Da wirst du wieder etwas ausgefressen haben. (= angestellt haben)
.
Wi ausgschdorm sichds bai denna aus.
ausgschdorm = ausgestorben
Wie ausgestorben sieht es bei denen aus.
.
Vo dera neugierichn Kuni däfsd di fai ned ausgwädschn lossn.
ausgwädschn = ausquetschen, ausfragen
Von dieser neugierigen Frau darfst du dich nicht ausfragen lassen.

Iech glaab, mei Klana brüüd wos aus.
ausbrüüdn ( = ausbrüten, krank werden, aushecken, ausdenken)
Ich glaube, meine Kleine wird krank.
-
Dän sei Goschn müssäd scho längsd ausgfransd sei, so vill wi deä red.
ausfransn (= ausfransen)
Sein Mundwerk müsste schon längst ausgefranzt sein, so viel wie der redet.
-
Däs is a Ausgäbichdä, dän haud ned so schnäll awos um.
ausäbichd (=(Holzfässer wurden gepicht, abgedichtet)
Das ist ein harter Typ, den wirft nicht so schnell etwas um.

-

Mid dä Dsaid dud alläs aufwaing, obbä mä muss di oldn Broich ähaldn.
aufwaing = aufweichen
Im Lauf der Zeit verschwinden alte Bräuche, die es zu erhalten gilt.
-
Des wäd scho weng Schdaab aufwärbln.
aufwärbln = aufwirbeln
Das wird schon etwas Staub aufwirbeln.

-
Benno, olda Schloofkabbm, schdee auf, es sin scho Gäst dsän Früüschobbm doo! 
aufschdee  = aufstehen 
Benno, alte Schlafmütze, steh auf, es sind schon Gäste zum Frühschoppen da!

-

 

Sai noia Hoosn schlaafd auf, di is dsä long,doo köäd a weng obgänumma.

aufschlaafm  = aufschleifen
Seine neue Hose schleift auf, die ist zu lang, da gehört ein Stück abgenommen.
-
Di hom dä aufschwadriäd!aufschwadriän  = angeben, auffahren lassen
Die haben vielleicht auffahren lassen!

 

Di dswaa Brüüdä hom dä aufgämöädld!

aufmöädln  = angeben
Die zwei Brüder haben mordsmäßig angegeben.
-
Dai Buudn däfsd aa widdä amoll aufraama.

aufraama  = aufräumen
Dein Zimmer müsstest du auch wieder mal aufräumen.
-
Den sai Olda reechd sich aa bai an jeedn Schiess auf.

aufreeng  = aufregen
Seine Frau regt sich auch bei jeder Kleinigkeit auf.

-

Wenn dä sowos bassiäd, kosd di glai aufhänga.

aufhänga ( = aufhängen)

Wenn dir so etwas widerfährt, kannst du dich gleich aufhängen.

Du lässd dä aa a jeeds Bösdla aufholsn!

aufholsn ( = aufhalsen)

Du lässt dir auch jeden Posten aufhalsen!

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Deä Säbbä hod sich dä aufgämandld!

aufmandln (= sich aufregen, das Wort führen)

Der Sepp hat sich mächtig aufgeregt.

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Schau noo, deä hod doch an Aufgäwärmdn!

Aufgäwärmdä = Aufgewärmter = Rausch vom Vortag

Schau hin, der hat doch einen Rausch vom Vortag!

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Di hom dä aufgägrachd!

aufgrachn = aufkrachen, angeben

Das waren vielleicht Angeber!
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Des is mä dä aufgschdoossn, woos deä gsochd hod.
aufgschdoossn (= aufgestoßen
Das hat mir widerstrebt, was der gesagt hat.
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Do sän na donn di Aangg scho aufganga.
aufganga = aufgegangen; aufganga = aufgegangen im Sinne plus/minus
Da sind ihm dann die Augen schon aufgegangen. Äs is aufganga. Es wurde alles aufgegessen.
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Gäll, hosd di aufgäloffm?
aufgäloffm = aufgelaufen, wund gelaufen
Hast dir wohl eine Blase gelaufen?
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Schau nä noo, wi di sich widdä aufgädonnäd hod!
aufdonnän = aufdonnern, sehr herausgeputzt
Schau hin, wie die sich wieder aufgedonnert hat!
-
Neema mä di Rolldräbbm oddä dän Aufdsuuch?
Aufdsuuch = Aufzug

Nehmen wir die Rolltreppe oder den Aufzug?
In dänn Aufdsuuch braugsd ned naufm Obäbörchämasda!

In dieser Kleidung brauchst du nicht beim Oberbürgermeister vorstellig werden!
-
Doo hom mä dä wos aufgädsoong!
aufdsieng = aufziehen, erziehen, hänseln
Da haben wir etwas aufgezogen!
Mid diä wä i andära Seidn aufdsieng.

In deiner Erziehung muss sich einiges ändern.
Dän hom si dä wos aufgädsoong.

Den haben sie sehr oft gehänselt.
-
Du Bügsla, braugsd di goä ned so aufdsäböäschdn, diä geem mä scho hälf!
aufböäschdn = aufbürsten, auflehnen, sich lauthals erregen
Du freches Mädchen, brauchst dich gar nicht so aufzulehnen, dir sagen wir schon, was Sache ist!
-
Is ä nuch aufgäbooäd?
aufbooän = aufbahren
Ist er noch aufgebahrt?
-
Di hom dä aufgädöbäd wi di Värrüggdn.
aufdöbän = herumtoben
Die haben sich aufgeführt wie die Verrückten.
-
Däs is a Aschichdichä, däs sigsd scho vo waidn.
Aschichdich(a)ä = Einschichtige(r), Junggesell(e)in
Das ist ein Junggeselle, das sieht man schon weitem.
-
Ässn sis wissn, däs geed innäna goä niggs oo!
Ässn sis wissn = Damit Sie es wissen!
Damit Sie es wissen, das geht Sie gar nichts an!
-
Sooch äras nä!
ära, äras = ihr, ihr es, welche
Sag es ihr ausdrücklich!
Hobd ära?

Habt ihr welche? (z.B. Rettiche)
-
Wänn ä nä a Ärwäd finnäd!
Ärbäd, Ärwäd = Arbeit
Wenn er wenigstens eine Arbeit finden würde.
-
Wosd di nä so äschäffiäsd, di mächd sowieso, wos si mooch!
äschäffiän = echauffieren, sich aufregen
Warum regst du dich so auf, die macht sowieso, was sie mag.
-
Däs ko iech äna ned vädsaia.
äna = wörtl. ihnen
Das kann ich ihnen nicht verzeihen.
-
A anäschmol widdä, deed mi froia.
anäschmol, andäschmol = wörtl. ein anderes Mal
Es würde mich freuen, wenn wir uns ein anderes Mal wiedersehen.
-
Andivi woä dä dsoäd!
Andivi = wörtl. Endivie
Der Endiviensalat war so was von zart.
-
Alläwall rängds nuch.
alläwall, allawall = wörtl. alleweil, immer noch
Es regnet immer noch.

-
Alsglaing iech weä droo schuld.
alsglaing = wörtl. gleichsam, wie, als ob
Gleichsam ich wäre schuld.
-
Amend hob i äs Solds vägässn.
amend = wörtl. am Ende, zu guter Letzt; übertragen: vielleicht
Zu guter Letzt habe ich das Salz vergessen.

-
Alaa mooch i ned noo.

alaa, alaans = wörtl. allein, nur

Allein mag ich nicht hingehen.
Alaa weechän Gäld is ja ned.
Nur wegen dem Geld ist es ja nicht.
-
Braugsd di goä ned dsä aldäriän!
aldäriän = wörtl. alterieren, sich ärgern, aufregen
Brauchst dich gar nicht aufzuregen!
-
Geesd aa mied? - Allämol.
allämoll = wörtl. allemal, auf jeden Fall
Gehst du auch mit? - Auf jeden Fall.
-
Eä dud si hald niggs wi aisoia, bain Ässn.
aisoia = wörtl. beschmutzen
Er bekleckert sich immer wieder beim Essen.
-
Eds hom si den Kunnä aa scho aigsorchd.
aisorng = wörtl. einsargen
Jetzt ist der Konrad auch schon unter der Erde.
-
Dusd Wäsch aiwaang?

aiwaing, aiwaang = wörtl. einweichen

Weichst du Wäsche ein?
Druggns Brood a weng aiwaang.
Trockenes Brot etwas einweichen (meist im Kaffee)
-
Den hob i dä aana aigschänggd, di woä gsässn.
aischänggn = wörtl. einschenken, verabreichen
Dem habe ich eine verabreicht, die hat gesessen.
-
Mä däfäd schiä a weng aischüän.
aischüän = wörtl. einschüren, einheizen
Man dürfte direkt ein bisschen einheizen.
-
Bai den sain Voädrooch wär i bal aigschloofm, wenn mai Fraa mi ned immä widdä nai di Seidn kaud hädd.
aischloofm = wörtl. einschlafen
Bei seinem Vortrag wäre ich bald eingeschlafen, wenn mich meine Frau nicht immer wieder in die Seite gestoßen hätte.
-
Däs kosd dä airooma.
airooma = wörtl. einrahmen; hier: merken
Das kannst du dir merken.
-
Di höd mi dä aigsaafd!
aisaafm = wörtl. einseifen; hier: eingeredet
Die hat auf mich eingeredet.
-
Des Röggla du i a weng aisaama.
aisaama = wörtl. einsäumen
Das Röckchen werde ich ein wenig einsäumen > (taugt noch)
-
Weä isn doo dä Aingdüümä?
Aingdüümä = wörtl Eigentümer
Wer ist denn in dem Fall der Eigentümer?
-
Mussd di hald a weng airaim.
airaim = wörtl einreiben
Du solltest dich damit einreiben.
-
Wenn däs aa ned hilfd, däfsd widdä dsu dä Airänggära.
Airänggära = wörtl Einrenkerin
Wenn auch das nicht hilft, musst du zur Einrenkerin.
-

Eä is ka aimfochä Mänsch.
aimfoch = wörtl. einfach (leicht zu nehmender Mensch)
Er ist kein einfacher Mensch.
-
Braugsd di goä ned aimüschn!
aimüschn = wörtl. einmischen
Du brauchst dich gar nicht einzumischen!
-
Dän sai Kuni is ja so wos vo aing, däs gibds goä ned.
aing = wörtl. eigen (eigenes, besonderes Verhalten)
Seine Kunigunde ist dermaßen eigen, das kannst du dir nicht vorstellen.
-
Äs is ned di Wäld aiganga.
aiganga = wörtl. eingegangen, z.B. bei einer Sammlung
Es ist wenig eingegangen.
-
Hosd wos dsän Aileeng nain Glinglboidl?
aileeng = wörtl. einlegen
Hast du etwas zum Einlegen in den Klingelbeutel?
-
Däs is mai Aimfoäd, doo hod si kannä hiidsäschdälln!
Aimfoäd = wörtl. Einfahrt
Das ist meine Einfahrt, da hat sich keiner hinzustellen!
-
Di hom dä widdä aikaimsd.
aihamsn, aihaimsn = wörtl. einheimsen, ansammeln, ergattern
Die haben wieder viel ergattert.
-
Obbä a weng aikeän dom scho aa!
aikeän = wörtl einkehren
Aber einkehren tun wir schon!
-
Däs mussd aikloong, doo bläbd dä iggs anäsch übrich.

aikloong = wörtl. einklagen
Das musst du einklagen, da bleibt dir nichts anderes übrig.
-
Hosd di a weng aigschdabd?
aigschdabd = wörtl. Eingestaubt
Hast du dich ein bisschen schmutzig gemacht?
-
Di hom si gands schöö bai uns aigwadiäd.
aigwadiän = wörtl. einquartieren
Die haben sich bei uns ganz schön breitgemacht.
-
Dä Schbrooch nooch is ä aa ka Aihaimischä.
Aihaimischä = wörtl. Einheimischer
Der Sprache nach ist er kein Einheimischer.
-
A Risiggo aigee.
aigee = wörtl eingehen, absterben, begreifen
Ein Risiko eingehen.
Di Wäsch is aiganga.
Die Wäsche ist eingegangen.
Doo geesd ja ai voä Hids.
Da geht man ja ein vor Hitze.
Doo bi i dä aiganga.
Da bin ich aber eingegangen.
Des will na ned aigee.
Das will er nicht begreifen.
-
Bai dän sain Voädrooch bi i a wengla aigägnabbd.
aignabbm = wörtl. einnicken
Bei seinem Vortrag bin ich etwas eingenickt.
-
Doo däfsd fai aigraifm.
aigraifm = wörtl. Eingreifen
Da musst du eingreifen.

-

Hoänla nain Kaffee aidunggn.
aidunggn = wörtl. eintunken
Hörnchen in den Kaffee eintunken.
-
Si hod hald äs Aidaaln nii gälännd.
Aidaaln = wörtl. einteilen, hier: Haushaltsgeld
Sie hat halt das Einteilen nie gelernt.
-
Kaum woä i in Deadä köggd, bin i aigäduusld.
aiduusln = wörtl. einduseln = eingeschlafen
Kaum war ich im Theater gesessen, bin ich eingeduselt.
-
Mid wos düngsdn? - No, mid dsäriema Aiäschooln.
Aiäschooln = wörtl. Eierschalen
Womit düngst du denn? - Na, mit zerriebenen Eierschalen.
-
A weng a Aibrännla köäd scho noo.
Aibränn, Aibrännla = wörtl. Einbrenne = Mehlschwitze
Eine kleine Mehlschwitze gehört schon hinein.
-
Doo hosd dä wos aigäbroggd.
aibroggn = wörtl. einbrocken = einhandeln
Da hast du dir etwas eingehandelt.
-
Doo ko i ja glai nai di Abodeech.
Abodeech = wörtl. Apotheke
Da kann ich ja gleich in die Apotheke. Hier: wenn etwas recht teuer erscheint!
-
Donn is ä mä ächäd kumma.
ächäd = krumm, verkehrt
Dann ist er mir krumm gekommen.
-
Schau nä, wi si widdä achln!
achln = hineinhauen, gierig essen
Schau nur, wie sie wieder reinhauen!
-
No, des weä mer fei ned aanälai!
aanälai = wörtl. einerlei
Nein, das wäre mir wirklich nicht einerlei!
-
Unsä Bamberch is scho aandsichoädich!
aandsichoädich = wörtl. einzigartig
Unser Bamberg ist schon einzigartig!

Es is dä vällaichd a Äbbäla!
Äbbäla = wörtl. lächerlicher Typ 
Das ist vielleicht ein lächerlicher Typ!
-
Wi di Aasgaiä hom si si aufn Ässn gschdöädsd.
Aasgaiä = wörtl. Aasgeier = gieriger Mensch
Wie die Aasgeier haben sie sich auf das Essen gestürzt.
-
Aana aufs Aach!
Aach, Aang = wörtl. Auge, Augen
Eine (hier: ein Schlag) aufs Auge!
Gäll, doo dreesd di Aang raus! 
Gell, da drehst du die Augen heraus.

Doo sämmä di Aangdäggl roogfalln.
Aangdäggl = wörtl. Augendeckel, Augenlider 
Da sind mir die Augenlider zugefallen.
-
Ausgschloofm? - Na, aufköäd!
Ausgschloofm = wörtl. ausgeschlafen
Ausgeschlafen? - Nein, aufgehört (zu schlafen).

-

Du na nä rächd deggn, dain Junga, wäsd scho sääng, wosd aufdsiechsd!

aufdsiechsd = wörtl. aufziehen

Tu ihn nur decken/schützen, deinen Jungen, wirst schon sehen, was (du) da aufziehst.

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Schnidsl hods geem so grooss wi Aboäddeggl!
Aboäddeggl = wörtl. Abortdeckel
Schnitzel hat es gegeben so groß wie ein Abortdeckel.
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Däs is dä aanä!
aanä = wörtl. einer
Das ist vielleicht einer!
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Aans hods gsochd, obbä maansd, iech wüssäd nuch weä!
aans = wörtl. Eine Person)
Eine/r hat es gesagt, aber meinst, ich wüsste noch wer!
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Ieä oldä iss widdä aggdiv said ä sai Rendn hod.
aggdiv = wörtl. aktiv
Ihr Alter ist wieder aktiv, seid er sene Rente bekommt / in Rente ist.
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Sän Si aa a aigflaischdä Bamberchä?
aigflaischdä = wörtl. eingefleischter, echter
Sind Sie auch ein echter Bamberger?
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No, däs is a Aismbäraifdä, deä ko Raissneechl frässn aa.
Aismbäraifdä = wörtl. Eisenbereifter = harter Typ
Na, das ist ein harter Typ, der kann auch Reisnägel fressen.
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Aamä is voll!
Aamä = wörtl. Eimer
Der Eimer ist voll!
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Iech griech an Amägaanä, doo hom mä ra gänuch!
Amägaanä = wörtl. Amerikaner
Ich bekomme einen Amerikaner, da haben wir genug davon.
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Deä hod dä drümmä Aangbreema!
Aangbreema = wörtl. Augenbrauen
Der hat aber große Augenbrauen!
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Däs sigsd doch scho vo waidn, dass däs a Aaschichdichä is, wi ä doheäkummd!
Aaschichdichä = wörtl. Einschichtiger = Single
Das sieht du doch schon von Weitem, dass das ein Single ist, wie der schon daherkommt!
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Dera Ausdroochära, wännsd däs sechsd, waass morng di gands Schdodd!
Ausdroochära = wörtl. Austragerin = geschwätzige Frau)
Der geschwätzigen Frau wenn du es sagst, weiß es morgen die ganze Stadt.

 
HINWEISE: Das Bamberger Mundart-Alphabet hat aufgrund der besonderen Sprechweise nur 19 Buchstaben:  A B D E F G H I J K L M N O R S U V W – es fehlen C P Q T  X  Y  Z.  Bsp.: Griskindla, Beddäla, Gwaagfrosch, Doldi, X,Y ko' mä sich schenggn, Dsüngla
Die Beispiele sind großen Teils dem von Wolfgang Wußmann verfassten „Bamberger Wörterbuch“ entnommen. Erschienen 1998 im Babenberg Verlag GmbH, Bamberg - ISBN 3-933469-01-5. Die vorliegende Bearbeitung stammt ebenfalls wesentlich von Wolfgang Wußmann.
Kommentare   
+6 # Herbert K. 2017-12-30 10:07
Interessant zu lesen, obbä sprechn dud heud kannä meä so. Vom Lesen her verstehe ich aber fast noch alles.
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